Bürgerbegehren nach Sommerferien Osnabrücker Initiative hält an Kampagne für bezahlbaren Wohnraum fest

Von Sandra Dorn

Sie haben die Idee eines Bürgerbegehrens zur Gründung einer städtischen Wohnungsgesellschaft angestoßen (von links): Stefan Wilker, Ingrid Ossenbeck und Klaus Schwietz. Foto: Swaantje Hehmann. Foto: Archiv/Swaantje HehmannSie haben die Idee eines Bürgerbegehrens zur Gründung einer städtischen Wohnungsgesellschaft angestoßen (von links): Stefan Wilker, Ingrid Ossenbeck und Klaus Schwietz. Foto: Swaantje Hehmann. Foto: Archiv/Swaantje Hehmann

Osnabrück. Der Zehn-Punkte-Plan, den der Osnabrücker Rat am Dienstag zur Schaffung von mehr Wohnraum beschlossen hat, geht der Bürgerinitiative für bezahlbaren Wohnraum nicht weit genug. Sie hat weiterhin vor, nach den Sommerferien ein Bürgerbegehren zu starten, um die Gründung einer städtischen Wohnungsgesellschaft zu erzwingen.

„Wir sehen keinen Grund, unser Vorhaben aufzugeben“, sagte Stefan Wilker, einer der Initiatoren, unserer Redaktion am Mittwoch auf Anfrage. Direkt nach der Ratssitzung hatte die Gruppe ihr zweites Treffen. Die Initiative steige jetzt in die Planungsphase ein, so Wilker. „Wir brauchen einfach noch ein bisschen Zeit.“ In vier Wochen soll das nächste Treffen stattfinden.

Zum Zehn-Punkte-Plan der CDU/BOB-Gruppe, dem sich die FDP angeschlossen hatte, meint Wilker: „Das scheint mir doch sehr mit heißer Nadel gestrickt, um nach außen zu demonstrieren: Wir tun jetzt etwas.“ Unter anderem sei die Finanzierung noch völlig unklar, ebenso der Umfang, wie viele Wohnungen entstehen sollen und wie die Stadt steuern wolle, wer dort einziehe.

SPD, Grüne und Linke hatten im Rat passend zum Zehn-Punkte-Antrag erneut versucht, die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft zu erwirken, haben dafür aber knapp keine Mehrheit, da neben CDU/BOB und FDP auch die UWG dagegen ist. Der Pirat Nils Ellmers enthielt sich dieses Mal.