Gegen Diskriminierung Osnabrücker gedenken des Tags der Befreiung vom Faschismus

Von Ullrich Schellhaas

Sebastian Van Loh vom Autonomen Schwulenreferat des Allgemeinen Studierenden-Ausschuss betonte in seiner Rede, Homosexualität werde noch heute in 72 Staaten kriminalisiert. Foto: SchellhaasSebastian Van Loh vom Autonomen Schwulenreferat des Allgemeinen Studierenden-Ausschuss betonte in seiner Rede, Homosexualität werde noch heute in 72 Staaten kriminalisiert. Foto: Schellhaas

Osnabrück. Vor 73 Jahren, am 8. Mai 1945, kapitulierte die deutsche Wehrmacht bedingungslos vor den Truppen der Alliierten in Reims. Seither gilt der 8. Mai als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus. Auch in Osnabrück wurde an diesen Tag erinnert.

In Osnabrück gedenken am 8. Mai seit vielen Jahren sowohl Mitglieder der lesbisch, schwulen, bisexuellen und transgender-Gemeinschaft (LSBT) sowie die Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes und der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) an diesen Tag. In diesem Jahr es ein Tag mit Beigeschmack. So verwies Sebastian Van Loh (Foto) vom Autonomen Schwulenreferat des Allgemeinen Studierenden-Ausschuss und im Namen des Frauenarchivs und des Referats für Lesben und andere Frauen darauf, dass Mitglieder der LSBT-Gemeinschaft keinesfalls eine Befreiung erlebten und auch Jahrzehnte später hierzulande noch staatlich diskriminiert wurden. „Und noch heute ist Homosexualität in 72 Staaten kriminalisiert“, sagt Sebastian Van Loh in seiner Gedenkrede. Eveline Wever-Kamali vom VVN-BdA verwies in ihren Worten auf das Zitat „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“ der Insassen des Konzentrationslagers Buchenwald und verknüpfte es mit weitreichenden Forderungen für ein friedlicheres Zusammenleben der internationalen Staatengemeinschaft. Sie forderte unter anderem eine Stärkung der Autorität der Vereinten Nationen und eine stärkere Geltung der Regeln des Völkerrechts. USCH/Foto: Schellhaas