Junge Pianisten zeigen ihr Können C. Bechstein Klavierwettbewerb in Osnabrück

Von Jan Kampmeier


Osnabrück . 57 Teilnehmer traten am Wochenende beim C. Bechstein Klavierwettbewerb an. Die jeweils Erstplatzierten zeigten Auszüge ihres Programms beim Abschlusskonzert.

Die Jüngsten sind gerade einmal sieben Jahre alt und spielen natürlich noch verhältnismäßig leichte Stücke, das allerdings außerordentlich sicher. Ben Weber und Sophia Schuster repräsentieren am Sonntag die jüngste Altersgruppe, als im Abschlusskonzert des C. Bechstein Klavierwettbewerbs die jeweils erstplatzierten aller Gruppen noch einmal ihr Können zeigen. Zum fünften Mal hat das Pianohaus Kemp den Wettbewerb nun in Kooperation mit der Klavierfabrik Bechstein sowie der Carl Bechstein Stiftung ausgerichtet, aufgeteilt in die beiden Kategorien Klassik und Jazz/Rock/Pop.

Organisatorin Corinna Hochheim zeigt sich mit dem Verlauf zufrieden: Hoch motiviert und mutig hätten die vielen, meist noch sehr jungen Pianistinnen und Pianisten musiziert. Mit 57 Anmeldungen von Dortmund bis Wilhelmshaven habe es einen neuen Teilnehmerrekord gegeben. Das allerdings liegt auch daran, dass einige Lehrer gleich fast ihre ganze Klavierklasse angemeldet hatten. Tatsächlich hatten Ben Weber und Sophia Schuster in ihrer Altersgruppe die größte Konkurrenz, insgesamt 16 zwischen 2009 und 2011 geborene Teilnehmer traten an. In der nächsthöheren Altersgruppe, Jahrgänge 2007 und 2008, wurde bereits anspruchsvolle Literatur gespielt. Da Valeriia Poltavceva beim Abschlusskonzert nicht mehr anwesend war, spielte Kevin Ziyuan Xu, der wie sie einen ersten Preis errang, einen Walzer von Chopin. Chopin war offensichtlich beim diesjährigen Wettbewerb eine beliebte Wahl, denn auch Andrija Wonnemann, mit Amrei Sophie Lüken Erstplatzierter der Altersgruppe 3 spielt eine Polonaise von ihm.

Mit teilweise virtuosen Variationen von Michail Glinka präsentiert sich die Siegerin der Altersgruppe vier, Sophie Hof, und beim russischen Repertoire bleibt auch Viktoria Ni, Siegerin der Altersgruppe 5, mit einer Humoreske von Rodion Schtschedrin. Die Altersgruppe sechs war den erwachsenen Hobbypianisten vorbehalten, die dieses Jahr erstmals am Wettbewerb teilnehmen durften. Gerhardt Schwindt erspielte sich den ersten Platz und präsentierte im Konzert den ersten Satz einer Sonate von Haydn.

In der Kategorie Klassik wurden in den Augen der Jury (Joachim Raffel, Adrian Golbeck, Dorothee Schieferecke, Julia Habiger-Prause, Claudia Kayser-Kadereit) die überzeugenderen Leistungen erbracht, allerdings gab es in der Kategorie Jazz/Rock/Pop in allen Altersgruppen zusammen auch nur elf Teilnehmer. Nur in der ersten Altersgruppe wurden daher zwei erste Plätze vergeben, und zwar an Lotta Krüger sowie an Elina Schkalej, die sich auch in der Kategorie Klassik einen zweiten Platz erspielen konnte.