Ein sattes Grün ist das Ziel. Und so funktioniert es: Ein Rasen-Experte gibt Tipps für ein schönes Grün

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pm/sarr Lienen. Wer kennt das nicht? Ein genauerer Blick auf die eigene Grünfläche zeigt: Sie ist mehr Wiese als Rasen, mit zu viel Moos und Wildkräutern: Ein sattes Grün sieht anders aus. „Ein alter Rasen ist irgendwann auf“, weiß Stefan Epmann aus Lienen, der sich mit seiner Firma unter anderem auf das Thema (Roll-)Rasen spezialisiert hat.

Hat der Rasen noch Potenzial, dann empfiehlt der Profi, im Frühjahr und im Herbst zu kalken und zwei bis drei Wochen vor dem Vertikutieren den Rasen zu düngen. „Aber nicht wie früher einfach Blaukorn drauf“, mahnt Epmann. Blaukorn und Volldünger wirken nur kurz. Besser sei es, eine Bodenanalyse machen zu lassen. „Dafür nimmt man etwas Erde und bringt sie zur Genossenschaft wie Raiffeisen oder Kiebitz. So eine Analyse kostet zwischen 12 und 15 Euro“, schätzt Epmann. Danach könnten Rasenbesitzer gezielt düngen – am besten zwei- bis dreimal jährlich mit abgestimmtem Langzeitdünger. „Aber natürlich nicht bei 30 Grad und Sonne.“

Macht Moos Rasenbesitzern Ärger, hilft Eisendünger. Doch Epmann weiß: „Ab 30 Prozent Moos im Rasen wird es von Jahr zu Jahr mehr.“ Wer sich für einen neuen Rasen entscheidet, kann dies do-it-yourself-mäßig mit Rollrasen zum Abholpreis machen oder einen Komplettservice inklusive jährlichem „Lüften“ buchen. Bei Rollrasen ist Lüften ein Muss, doch das Vertikutieren entfällt. Bei herkömmlich gewachsenem Rasen ist das Lüften nicht obligatorisch.

Die Hälfte der Gartenbesitzer setzt inzwischen auf Roboter: „Mähroboter gibt es für eine Größe von 80 bis 6000 Quadratmeter Fläche, und die Technik ist in den vergangenen Jahren sehr vorangegangen“, berichtete Epmann, der ab einer Rasenhöhe von fünf Zentimetern zum Mäheinsatz rät.

Beim Wässern sollte die Rasenfläche wurzeltief durchfeuchtet werden – also gilt: Nicht zu wenig oder zu kurz wässern. Wer nicht selbst zum Schlauch greifen oder den Sprenger anwerfen möchte, kann auf eine Beregnungsanlage setzen. „Diese benötigen weniger Wasser als die anderen Methoden, da sie sich wesentlich genauer einstellen lassen“, so Epmann. „Rollrasen und Beregnungsanlagen sind nicht mehr so teuer wie früher.“


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