Herrliches Wetter, herrliche Stimmung Rückblick: So schön war der Katholikentag vor zehn Jahren in Osnabrück

Von Holger Jansing


Osnabrück. Die Stadt war fünf Tage wie verwandelt. Als vor zehn Jahren in Osnabrück der 97. Deutsche Katholikentag über die Bühne ging, spielte auch das Wetter mit. Es war ebenso heiter wie die Stimmung, die Mitwirkenden und Besuchern in guter Erinnerung geblieben ist.

Ein Zufall hatte der Stadt die Großveranstaltung beschert. Nachdem Essen auf die Austragung verzichtet hatte, sprang das Bistum Osnabrück ein. Das Wetter war in der Planung ein wichtiger Faktor, denn der Katholikentag konnte und sollte nicht in Hallen an einem Ort stattfinden, sondern an mehreren Stellen verteilt über die gesamte Innenstadt – vom Rathaus bis zum Schlossgarten. Das dezentrale Konzept bewährte sich und kommt dieses Jahr auch in Münster zum Tragen.

Wise Guys und Culcha Candela

Unter dem Motto „Du führst uns hinaus ins Weite“ zeigte sich Osnabrück vom 21. bis 25. Mai 2008 von seiner schönsten Seite. Die Atmosphäre hätte fröhlicher und entspannter nicht sein können – und das alles unter meist strahlend blauem Himmel. Mehr als 1000 Veranstaltungen standen auf dem Programm: unter anderem Diskussionen über Gott und die Welt, an denen sich auch Prominente wie Bundeskanzlerin Angela Merkel beteiligten. Einen Schwerpunkt bildete der christlich-jüdische Dialog. Bei Konzerten im Schlossgarten traten die Wise Guys und Culcha Candela auf.

Das Konzert mit Culcha Candela lockte 15.000 Besucher in den Schlossgarten. Foto: Archiv/Michael Hehmann

60.000 Besucher (und damit 20.000 mehr als erwartet) kamen zum Katholikentag nach Osnabrück. Die Veranstalter konnten insbesondere mehr Dauerkarten verkaufen – 35.000 statt der anvisierten 20.000. Die erfreuliche Resonanz wurde von der organisatorischen Leistung noch übertroffen. 2000 freiwillige Helfer waren fast rund um die Uhr im Einsatz. Ehrenamtliche aus den Pfarrgemeinden in Osnabrück und Umgebung kümmerten sich um 51 Gemeinschaftsunterkünfte, und unter dem Motto „Engel sucht Herberge“ stellten Privatleute 3900 Schlafplätze zur Verfügung.