„Ich komm zum Glück aus Osnabrück“ Ex-Osnabrücker entdeckt Glückskampagnen-Shirt in Israel

Osnabrück im Herzen und Osnabrück auf der Brust: Der Ex-Osnabrücker Andreas Strunk entdeckte auf einer Israel-Reise jetzt einen jungen Mann, der ein T-Shirt der Glückskampagne trug. Foto: Beat SteinerOsnabrück im Herzen und Osnabrück auf der Brust: Der Ex-Osnabrücker Andreas Strunk entdeckte auf einer Israel-Reise jetzt einen jungen Mann, der ein T-Shirt der Glückskampagne trug. Foto: Beat Steiner

Osnabrück. Andreas Strunk trägt Osnabrück in seinem Herzen – auch wenn er schon seit einigen Jahren nicht mehr in der Hasestadt lebt. Umso mehr freute sich der Wahl-Schweizer über eine Entdeckung in Israel: Auf dem Shirt eines Einheimischen prangte der Slogan, mit dem Osnabrück vor einigen Jahren bundesweit Aufmerksamkeit erregte.

Strunk lebt schon seit einigen Jahren in der Schweiz und ist dort Pastor einer Freikirchengemeinde. Den Großteil seines Lebens hat er jedoch in Osnabrück verbracht – und ist seither absoluter Fan der Friedensstadt. „In meiner Gemeinde weiß jeder, dass Osnabrück die schönste Stadt Deutschlands ist“, sagt Strunk im Gespräch mit unserer Redaktion.

Heimat im Herzen

Zwar trägt Strunk seine Heimatstadt stets im Herzen. Dass sie ein junger Israeli beim Unesco-Weltkulturerbe Masada auch auf der Brust trug, überraschte den eingefleischten Osnabrücker völlig. Mit Mitgliedern seiner Gemeinde war Strunk vor einigen Tagen auf einer Reise durch Israel, als ihn ein Reiseteilnehmer auf das T-Shirt eines jungen Mannes aufmerksam machte, auf dem der Slogan „Ich komm zum Glück aus Osnabrück“ gedruckt war.

Botschaft weiterverbreitet

„Er könnte natürlich kein Deutsch und wusste auch nicht, welch große Bedeutung das für mich hat, eine Person mit einem solchen Shirt in Israel zu treffen“, erzählt Strunk. Zunächst wollte er dem jungen Mann das Shirt abkaufen. „Es war mir dann aber doch zu durchgeschwitzt und außerdem hielt ich es für eine gute Idee, ihn die Osnabrücker Botschaft in Israel weiter verbreiten zu lassen.“

Shirt der OHG?

Wie das Kleidungsstück bis nach Israel gekommen ist, kann sich Strunk nicht erklären. Der junge Israeli habe ihm jedenfalls erklärt, dass er das Shirt vor einiger Zeit geschenkt bekommen habe. Ein möglicher Erklärungsansatz lässt sich aus einer anderen Begebenheit herleiten: Im vergangenen Jahr tauchte ein ähnliches Kleidungsstück bei einer Modenschau in Paris auf. Vermutlich stammte es aus den Beständen der Osnabrücker Herdbuch-Genossenschaft (OHG), einer der führenden Rinderzuchtorganisationen in Europa. Die OHG hatte sich den Osnabrücker Slogan einst zu eigen gemacht und dunkelgrüne Shirts mit dem Motto bedrucken lassen.

Strunk ist nur noch selten in Osnabrück

Wie das Kleidungsstück den Weg zur Pariser Modenschau gefunden hat, kann heute keiner mehr sagen. Und auch der Weg des grünen Shirts nach Israel wird sich wohl nicht rekonstruieren lassen. Ex-Osnabrücker Strunk freut sich jedenfalls über die Zufallsbekanntschaft und die kleine Erinnerung an seine Heimat. „Ich liebe die Stadt wirklich sehr. Leider sind meine Eltern nun von dort weggezogen, sodass ich nur noch selten in Osnabrück bin.“


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