Ein Bild von Rainer Lahmann-Lammert
04.05.2018, 06:31 Uhr NEUER BAUMARKT FÜR HELLERN?

Massenandrang, der gewollt ist

Kommentar von Rainer Lahmann-Lammert

So war das damals, 2005, bei der Ikea-Eröffnung. Und jetzt noch ein Baumarkt in die Nachbarschaft, der ebenfalls zum Magnet für den Autoverkehr wird? Archivfoto: Gert WestdörpSo war das damals, 2005, bei der Ikea-Eröffnung. Und jetzt noch ein Baumarkt in die Nachbarschaft, der ebenfalls zum Magnet für den Autoverkehr wird? Archivfoto: Gert Westdörp

Osnabrück. Für viele Heimwerker wäre es bestimmt eine gute Nachricht, wenn Hellern wieder einen Baumarkt bekäme. Seit der Schließung von Max Bahr müssen sie kilometerweit fahren, um an Baumaterial und Werkzeuge zu kommen. Der kürzere Weg ist zwar ein gewichtiges Argument für den Baumarkt im westlichen Stadtteil. Aber der Rheiner Landstraße droht der Infarkt, weil sie schon jetzt stark belastet ist. Und Globus wird alles daransetzen, Kunden von überall her anzulocken.

Schon mit der Ansiedlung von Ikea drohte der Ausnahmezustand. Die Stadt baute Kreisverkehre und mehr Abbiegespuren, sie verbesserte die Ampelschaltungen und setzte einen Wegweiser auf der Autobahn durch. Im November kam die Blankenburg dazu, das Nahversorgungszentrum im früheren Baumarkt Bahr. Trotz aller Nachoptimierungen zeigte sich schnell, dass der Massenandrang nicht so leicht zu bändigen ist.

Jetzt also auch noch Globus? Liebe Heimwerker, das muss sorgfältig abgewogen werden. Im Interesse derer, die unter dem Verkehr leiden. Notfalls muss die Stadt auch mal Nein sagen.


Der Artikel zum Kommentar