Fietsenbörse am 6. Mai 2018 Gebrauchte Fahrräder am Weidencarrée in Osnabrück

Von Corinna Berghahn

Die erste Fietsenbörse in Osnabrück fand am Lerchenweg statt. Foto: Christoph ForstingDie erste Fietsenbörse in Osnabrück fand am Lerchenweg statt. Foto: Christoph Forsting

Osnabrück. Wer sein altes Fahrrad verkaufen will oder ein neues, wenn auch gebrauchtes sucht, ist bei der Fietsenbörse richtig. Diese findet am Sonntag, 6. Mai 2018, im Osnabrücker Stadtteil Wüste statt.

Sonntags war bis dato einer der wenigen Tage, an denen der Parkplatz am Osnabrücker Weidencarrée an der Weidenstraße 20 nicht aus allen Nähten platzte – dank Schranke. Das wird am 6. Mai anders sein – hofft jedenfalls Johannes Forsting, Initiator der Fietsenbörse. Zusammen mit seinem Zwillingsbruder Christoph organisiert er seit mehreren Jahren die Fahrrad-Gebrauchtmärkte in Osnabrück, Münster und weiteren Städten. „In Osnabrück waren wir erst in der Lerchenstraße, dann an der Halle Gartlage – und nun in der Wüste“, sagt er.

Fietse ist eine regionale, aus dem niederdeutschen stammende Bezeichnung für Fahrrad. Doch eigentlich stammt die Idee für die Fietsenbörse der Brüder Forsting aus der Schweiz: „Mein Bruder hat diese Art Gebrauchsradmarkt in einem Auslands-Semenster in Zürich kennengelernt und war von der Idee begeistert“, erzählt Johannes Forsting.

Was ist eine Fietsenbörse?

Bei der Radbörse können Verkaufswillige ihre Räder durch die Organisatoren und Mitarbeiter der Fietsenbörse verkaufen. Wird das Rad tatsächlich verkauft, bekommen sie einen vorher vereinbarten Betrag und die Organisatoren eine ebenfalls vorher abgesprochene Provision. „Um einen realistischen Preis zu bestimmen, haben wir unabhängige Sachverständige vor Ort, die sowohl Verkäufer und Käufer beraten“, sagt Forsting. Um Schmu wie etwa den Verkauf geklauter Räder zu vermeiden, muss jeder Verkäufer einen Vertrag unterschreiben, auf dem er auch seine Personalausweisnummer einträgt.

Hat man sein Rad in die Obhut der Fietsenbörsen-Mitarbeiter gegeben kann man sich getrost bis zum Ende des Marktes woanders aufhalten und dann entweder sein Geld oder das doch nicht verkaufte Rad abholen. Abgegeben werden können die Räder zwischen 8.30 und 11 Uhr; der Verkauf findet dann von 10 bis 15 Uhr statt.„Käufern rate ich, möglichst früh zu kommen, denn die größte Auswahl an Rädern und den meisten Umsatz machen wir erfahrungsgemäß vor 12 Uhr.“

Standortfaktor Weidencarrèe

Seit etwa sieben Jahren organisieren die beiden Brüder Fietsenbörsen in Münster, Osnabrück und anderen Städten. Mal mit weniger, mal mit mehr Erfolg: „Mit Ausnahme von Studentenstädten wie eben Münster sind Fahrräder ein Saisongeschäft, also von Frühling bis Herbst interessant. Zum anderen kommt es bei den Börsen immer auf den Standort an. Ich denke, dass wir am Weidencarrèe den bisher besten Ort dafür in Osnabrück gefunden haben“, so Johannes Forsting. Im Herbst wird es dann an gleicher Stelle wieder eine Fietsenbörse geben.

Johannes Forsting organisiert die Fietsenbörse zusammen mit seinem Zwillingsbruder Christoph. Foto: Corinna Berghahn

Allerdings sind die Fietsenbörsen für die beiden 37-Jährigen ein Hobby geblieben: Christoph Forsting lebt und arbeitet in der Schweiz und sein Bruder Johannes ist Mitarbeiter der Sparkasse Osnabrück.

Weitere Informationen zum An- und Verkauf gibt es auf www.fietsenboerse.de.