Skorpion und Skarabäus ganz nah Insektopia-Ausstellung mit zahlreichen Präparaten

Von Carolin Hlawatsch


Osnabrück. 560 präparierte Krabbeltiere konnten die Besucher der Ausstellung „Insektopia“ am Sonntag im Haus der Jugend in Osnabrück bestaunen. Veranstalter Hendrik Kortekamp aus Bramsche hatte die Tiere in speziell angefertigten Glaskästen mitgebracht.

Recht still war es im Ausstellungsaal, in dem sich die Gäste mit ihren Gesichtern nah über die Käfer, Spinnen und Schmetterlinge beugten. Manchmal hörte man ein fasziniertes „Oh, guck mal“ aus der Ecke mit den schimmernden Schmetterlingen oder ein erschrockenes „igit, igit“ aus dem Bereich mit den Vogelspinnen-Kästen. Familie Völker aus Melle verweilte interessiert vor den Skorpionen. „Wir haben zuhause selbst drei Skorpione in einem Terrarium, füttern sie mit Heimchen oder Schaben“ erklärten die Völkers.

„Insektopia“, das zum ersten Mal in Osnabrück gastierte, gibt es inzwischen seit zehn Jahren und wurde von Hendrik Kortekamps Großvater Walter Kortekamp ins Leben gerufen. „Früher hatte mein Opa, der sich sehr für Tiere interessierte und Zoos in der ganzen Welt besuchte, eine Ausstellung mit lebenden Reptilien“ blickt Hendrik Kortekamp zurück. Ärger mit Tierschützern habe ihn dazu bewegt, die Ausstellung mit lebenden Tieren aufzugeben. „Dennoch wollte mein Opa besonders den Kindern die Artenvielfalt näher bringen und entwickelte daraufhin zusammen mit einem Präparator aus Amerika die Insektenausstellung“, berichtete Hendrik Kortekamp. Kein Tier sei dafür getötet worden, betont er. Zwei Jahre habe es gedauert diese Insekten und Spinnentiere aus aller Welt zusammen zu tragen.  

Besonders stolz ist der Veranstalter auf seine Flughunde. Aber sind das nicht Säugetiere? Hendrik Kortekamp schmunzelt: „Jedenfalls sind sie so klein wie manch‘ ein Insekt und spannend, weil viele noch nie zuvor einen Flughund gesehen haben“.

Auch morgen noch Insekten und Co. von 11 bis 18 Uhr im Haus der Jugend ausgestellt. Am 4. Mai zieht Kortekamp mit ihnen nach Belm in den Festsaal am Leconskamp.