Tobias Romberg aus Osnabrück 100 Kilometer in 24 Stunden: Wandern für den guten Zweck

Von Steffen Siekmeier

Sieben der neun Wanderer: Christian Koltermann (vorne), Ann-Christine Wöhler, Hauke Fels (Zweite Reihe v.l.), Sergej Friesen (Dritte Reihe), Tobias Hoppmann, Tobias Romberg (Vierte Reihe), Wolfgang Gerdes (Hinten). Foto: Tobias RombergSieben der neun Wanderer: Christian Koltermann (vorne), Ann-Christine Wöhler, Hauke Fels (Zweite Reihe v.l.), Sergej Friesen (Dritte Reihe), Tobias Hoppmann, Tobias Romberg (Vierte Reihe), Wolfgang Gerdes (Hinten). Foto: Tobias Romberg

Osnabrück . Wenn Lehrer Tobias Romberg Ende Mai mit acht weiteren Mitstreitern am Rathaus Osnabrück zu einer 100 Kilometer langen Wanderung aufbricht, heißt es: Der Weg ist das Ziel. Denn für jeden erlaufenen Kilometer wollen die Freunde zuvor 100 Euro sammeln.

100 Kilometer in 24 Stunden: Das ist die ambitionierte Zielsetzung für den Marsch rund um Osnabrück. Start und Ziel der Wanderung am 26. Mai sei das Rathaus, erklärt Romberg. Er wolle im Vorfeld auf bis zu 10.000 Euro kommen. Dafür müsste aber jeder einzelne Kilometer einen Sponsor finden – ob Firmen oder private Spendengeber, Romberg hofft auf zahlreiche Unterstützung. Natürlich seien auch kleinere Beträge willkommen, betont er. Die Spendengelder gingen unter anderem an das Hospiz Osnabrück und das Mentorenprogramm „Balu und Du“.

„Respekt vor der Distanz“

„Momentan sind wir neun Leute“, erzählt der Osnabrücker Lehrer. Einige hätten schon ein wenig Wandererfahrung sammeln können, trotzdem sei „Respekt vor der Distanz“ angebracht. Krämpfe oder andere körperliche Probleme schließe er nicht aus, vor allem bei dem veranschlagten Tempo von fünf bis fünfeinhalb Kilometer pro Stunde. Zwischendurch werde es zwar kleinere Pausen geben – Freunde und Verwandte stünden an der Strecke bereit, um die Wanderer zu versorgen – ansonsten aber „kontinuierlich durchgelaufen.“

Lust auf mehr

Bereits im vergangenen Jahr habe er bei einem ähnlichen Projekt mitgewirkt, berichtet Romberg. Damals seien die Protagonisten in Tierkostümen verkleidet 66 Kilometer von Münster nach Osnabrück gewandert und hätten am Ende über 7000 Euro zusammen bekommen. Die gesammelten Gelder habe terre des hommes erhalten – er „kenne da die Kampagnenmanagerin“ erläutert Romberg die Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation. „Dann kam die Idee auf, 100 Kilometer in 24 Stunden zu laufen“, erzählt er weiter. Nach der Wanderung von Münster nach Osnabrück hätten die meisten Beteiligten Blut geleckt – und Lust auf eine neue Herausforderung verspürt. Allerdings sei in diesem Jahr nicht exakt dieselbe Truppe dabei.

Wer die Route der neun Abenteurer begleiten will, kann dies per Live-Tracker, einer computer unterstützten Standortermittlung, auf der Internetseite der Gruppe unter www.100km-os.de machen. Dort finden sich auch alle Informationen zu den Spendenmöglichkeiten. Zudem sei jeder eingeladen, die leidenden Gesichter der Teilnehmer auch ganz real zu beobachten, sagt Romberg schmunzelnd. Damit auch wirklich keiner der Wanderer auf der Strecke bleibt.