Uni, Hochschule und Stadtwerke Osnabrücker Großbetriebe testen Pendler-App TwoGo

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Seit Herbst 2017 gibt es die virtuelle Mitfahrzentrale TwoGo auch in Osnabrück. Uni, Hochschule und Stadtwerke probieren sie gemeinsam aus. Testergebnisse sollen im Spätsommer vorliegen. Foto: SAP SESeit Herbst 2017 gibt es die virtuelle Mitfahrzentrale TwoGo auch in Osnabrück. Uni, Hochschule und Stadtwerke probieren sie gemeinsam aus. Testergebnisse sollen im Spätsommer vorliegen. Foto: SAP SE

Osnabrück. Unter dem Motto „Osnabrück nimmt dich mit“ testen Hochschule, Universität und Stadtwerke gemeinsam eine neue Pendler-App. Die von SAP entwickelte Plattform TwoGo vermittelt Nutzern binnen Sekunden eine Mitfahrt im Auto. Das Angebot soll sich besonders für Kurzstrecken eignen.

„Noch haben Pendler einen großen Anteil am Kohlendioxid-Ausstoß. Je mehr Fahrgemeinschaften sich bilden, desto weniger Autos sind unterwegs“, wirbt die Uni Osnabrück im Internet für TwoGo. Die Hochschule Osnabrück meint, die Pendler-App sei „gut für die Umwelt und für die eigene Geldbörse“. Und die Stadtwerke Osnabrück – gemeinsam mit der Stadt tonangebend beim Thema „Mobile Zukunft“ – haben das Onlineportal bereits zum offiziellen Patenprojekt erkoren. Motto: Osnabrück nimmt dich mit.

Seit Herbst 2017 steht TwoGo insgesamt 2900 Mitarbeitern und 28.000 Studenten von Hochschule und Uni sowie den 700 Beschäftigten der Stadtwerke kostenlos zur Verfügung. Die virtuelle Fahrgemeinschaftslösung für Osnabrück bietet den Nutzern eine „automatisierte Vermittlung binnen Sekunden“, erklärt SAP-Produktmanagerin Melanie Paul. Der Walldorfer Softwarekonzern habe das System 2011 ursprünglich nur für den hauseigenen Gebrauch eingeführt. Nach und nach seien dann andere Firmen auf das Pendlerangebot aufmerksam geworden. Seit 2014 können auch Unternehmen und Privatkunden außerhalb von SAP auf TwoGo zugreifen.

Für Privatkunden kostenlos

Die Anmeldung bei TwoGo erfolgt am PC oder per App auf dem Smartphone. Anschließend können sowohl Fahrtgesuche als auch Fahrtangebote eingegeben werden. Nach Festlegung der gewünschten Route sowie der Abfahrts- und Ankunftszeit errechnet das Programm den schnellsten Weg und bringt die passenden Fahrer und Mitfahrer im Handumdrehen zusammen. Auch über eine faire Fahrtkostenbeteiligung gibt TwoGo Auskunft.

Unternehmen, die das Angebot nutzen wollen, zahlen eine einmalige Lizenzgebühr. Für Privatkunden sei es dagegen kostenlos, so Paul. Das System eigne sich hauptsächlich für Kurzstrecken, das mache es besonders für den täglichen Weg zur Arbeit interessant. Zudem schlage TwoGo Alternativen vor, falls auf der angegebenen Strecke keine Mitfahrgelegenheit verfügbar sei. Gibt es überhaupt keine passende Fahrt, helfe die Pendler-App auch bei der Routenplanung mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Dazu bietet das Programm eine digitale Landkarte mit allen vorhandenen Fahrten und einen interaktiven Fahrplan.

Testergebnisse im Spätsommer

Hauptkunden sind nach Angaben von SAP bislang größere Firmen. Darüber hinaus gebe es einzelne Kooperationen mit Hochschulen. Und wie klappt‘s mit dem TwoGo-Test in Osnabrück? Auf Nachfrage unserer Redaktion drücken sich die drei Versuchsbetriebe um eine klare Antwort herum. Konkrete Zahlen könne man „erst nach Abschluss der Pilotphase skizzieren, wenn wir alle verlässliche Daten haben“, erklärt Hochschulsprecher Ralf Garten. Enden werde der Erprobungszeitraum voraussichtlich im August.

„Erst kürzlich hatten wir die erste Hochzeit von zwei TwoGo-Nutzern“

Möglicherweise können Uni, FH und Stadtwerke dann auch von so interessanten Fahrgemeinschaften berichten, wie sie sich andernorts dank TwoGo bereits ergeben haben. Denn anscheinend funktioniert die Pendler-App auch als Partnervermittlung. SAP-Produktmanagerin Paul: „Erst kürzlich hatten wir die erste Hochzeit von zwei TwoGo-Nutzern. Das Paar hatte sich mithilfe unseres Programms in einem Auto kennengelernt.“


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