Bis Jahresende 2500 Exemplare Skoda montiert Karoq künftig auch im VW-Werk Osnabrück

Der tschechische Autobauer Skoda lässt erstmals Fahrzeuge in Deutschland herstellen. Ein Teil der Produktion des SUVs Skoda Karoq werde künftig im niedersächsischen Osnabrück endmontiert, berichtete die Zeitung „Lidove noviny“ aus Prag am Montag. Archivfoto: David EbenerDer tschechische Autobauer Skoda lässt erstmals Fahrzeuge in Deutschland herstellen. Ein Teil der Produktion des SUVs Skoda Karoq werde künftig im niedersächsischen Osnabrück endmontiert, berichtete die Zeitung „Lidove noviny“ aus Prag am Montag. Archivfoto: David Ebener

dpa/nibu Prag. Der tschechische Autobauer Skoda lässt erstmals Fahrzeuge in Deutschland herstellen. Ein Teil der Produktion des SUVs Skoda Karoq werde künftig in Osnabrück endmontiert, berichtete die Zeitung „Lidove noviny“ aus Prag am Montag.

Es sei geplant, dort bis zum Jahresende die ersten 2500 Exemplare des Yeti-Nachfolgers vom Band laufen zu lassen. Unsere Redaktion hatte bereits Anfang März darüber berichtet, dass das Osnabrücker Werk das SUV-Modell bekommen wird. Das bestätigte Skoda-Sprecherin Kamila Biddle dem Blatt nun.

„Fertigungskapazitäten im Rahmen des VW-Konzerns“

„Um die erhöhte Nachfrage nach unserem neuesten Modell, dem Karoq, abzudecken, haben wir uns entschieden, Fertigungskapazitäten im Rahmen des VW-Konzerns zu nutzen“, sagte die Skoda-Sprecherin. Der Schwerpunkt der Marke, die seit 1991 zum VW-Konzern gehört, bleibe aber im Stammwerk Mlada Boleslav und in den anderen tschechischen Werken.

In Osnabrück wird bereits heute das Kleinwagenmodell Fabia lackiert. Im dortigen Werk, das VW nach der Insolvenz des Cabrio-Spezialisten Karmann übernommen hatte, arbeiten mehr als 2300 Mitarbeiter.

Kapazitäten der Skoda-Werke ausgelastet

Skoda hatte im vorigen Jahr die Rekordzahl von insgesamt 1,2 Millionen Fahrzeugen ausgeliefert. In Europa seien die Kapazitäten der Skoda-Werke vollständig ausgelastet, sagte Skoda-Vorstandschef Bernard Maier vor kurzem dem tschechischen Nachrichtenportal „auto.cz“. Als mögliche Lösungen würden der Bau einer neuen Fabrik, eine Restrukturierung der bestehenden Prozesse und weitere Alternativen in Erwägung gezogen.

Ein Vorstoß der Firmenleitung bei den jüngsten Tarifverhandlungen, die Arbeitszeiten im tschechischen Stammwerk Mlada Boleslav auf das Wochenende auszudehnen, war von den Gewerkschaften abgelehnt worden. Letztlich einigten sich die Tarifparteien auf 12 Prozent mehr Lohn und eine Einmalzahlung.