Die ersten lokalen Webseiten Damals, als das Internet in Osnabrück noch Neuland war

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Osnabrück. Vor 25 Jahren, am 30. April 1993, wurde das Internet für die Öffentlichkeit freigeschaltet. Die erste Webseite entstand am Schweizer Kernforschungsinstitut CERN, die ersten Internetseiten in Osnabrück gingen schon ein Jahr später im WWW online. Was da zu sehen war, ploppte allerdings nicht gerade wie ein neues Zeitalter auf.


Hypertext und Katzenvideos

Bunte Bilder und animierte Grafiken, Videos und Musik? Fehlanzeige! Auf der ersten Webseite, die der britische Physiker und Informatiker Tim Barners-Lee am Kernforschungsinstitut CERN ins Netz stellte, gibt es nur ein paar Textzeilen zu lesen, die miteinander verlinkt sind. Wer einem dieser Links folgt, stößt auf die nächste Übersicht nach gleichem Muster, und schließlich auf Erklärungen. Ziemlich unspektakulär also, aber so kam das World Wide Web unter die Menschen. Und es bedurfte schon einer gewissen Fantasie, um sich auszumalen, dass da etwas ins Rollen gekommen war, das sich anschickte, das Leben auf unserem Planeten zu verändern.

Die 25 Jahre alte Webseite aus dem CERN ist heute ein Museumsstück und unter der Original-URL von damals für jeden Internetnutzer abrufbar. Tim Berners-Lee hatte vier Jahre zuvor, im März 1989, den ersten Entwurf für ein vernetztes Informationssystem vorgestellt, aus dem sich das World Wide Web dann entwickelte. Ursprünglich sollte das Netz den Wissenschaftlern dazu dienen, besser untereinander zu kommunizieren und Forschungsergebnisse auszutauschen. Heute kann jeder die Plattform nutzen, um der Welt seine Verschwörungstheorien mitzuteilen oder Katzenvideos zu posten.

Tim Barners-Lee, der in diesem Jahr 63 wird, ist als der Erfinder von HTML (Hypertext Markup Language) und als Begründer des World Wide Web vielfach ausgezeichnet worden. Er arbeitet heute als Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und hat einen Lehrstuhl an der Universität Oxford.

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