Analoger Akustikpop Leipziger Allerlei: Duo byebye in der Lagerhalle

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Beste Unterhaltung: Tim Ludwig und Oliver Haas (rechts) als Duo byebye im Spitzboden der Lagerhalle. Foto: Thomas OsterfeldBeste Unterhaltung: Tim Ludwig und Oliver Haas (rechts) als Duo byebye im Spitzboden der Lagerhalle. Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück . Das Leipiziger Akustikpop-Duo byebye servierte allerlei Songperlen und beste Unterhaltung im Spitzboden der Lagerhalle.

Verschmitzt, spontan und selbstironisch neckten und amüsierten sie sich: Die Kunst, ihr Publikum zu unterhalten, indem sie sich unterhalten, beherrschen Tim Ludwig und Oliver Haas aus Leipzig perfekt. Musik hatte das Duo byebye allerdings auch zu bieten. Und die überwiegend neben den Zwiesprachen in zweisprachiger Vokal-Harmonie und mit Wander- und Westerngitarre vorgetragenen Lieder der Simon & Garfunkel des deutschsprachigen Akustikpop entpuppten sich als nicht minder charmant und unterhaltsam, mitunter aber auch nachdenklich. Als etwa ein Annäherungsversuch an den eigenen Vater, mit dem man „Türme aus Erinnerungen“ bauen möchte, vorgetragen wurde, herrschte gar eine gewisse Anrührung im gut besuchten Spitzboden der Lagerhalle.

Witzig und kritisch

So amüsant wie „krass analog“ plädierten die beiden augenzwinkernd dankbar demütigen „Ossis“, die sich „nicht beschweren“ mochten, „solange es noch den Soli gibt“, dafür, das Genießen nicht zu vergessen, persiflierten Reggae und Blues oder gaben sich mit dem aufrüttelnden „Intelligangster“-Rap „Komm schon“ konsum- und gesellschaftskritisch. Von der „Band, die keiner kennt“, wie sie zunächst ihr „seit eineinhalb Jahren“ aktuelles Album „Eine dir unbekannte Band“ nennen wollten, entfernen sich byebye damit langsam, aber stetig. Ihre Musik ist längst entdeckt.


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