E-Buslinie soll Erfolg werden Streit um Haltestelle: Politiker wollen mit Bäckermeister reden

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Bäckermeister Rainer Welp fürchtet Umsatzrückgänge, wenn vor seinem Laden eine Bushaltestelle eingerichtet wird. Foto: Michael GründelBäckermeister Rainer Welp fürchtet Umsatzrückgänge, wenn vor seinem Laden eine Bushaltestelle eingerichtet wird. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Der Streit um die geplante Bushaltestelle am Östringer Weg in Haste sorgte für ernste Mienen und nachdenkliche Töne im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt. Auf Anregung von Anette Meyer zu Strohen (CDU) soll jetzt ein Ortstermin mit ihm und Politikern aller Fraktionen stattfinden.

Rainer Welp sammelt Unterschriften, um eine Bushaltestelle vor seinem Geschäft zu verhindern. Über den Östringer Weg soll die neue E-Buslinie 41 von Haste nach Düstrup führen. Der Bäckermeister fürchtet Umsatzrückgänge, weil Autos dann nicht mehr an der Straße geparkt werden dürften. Vor allem samstags, so argumentiert er, kämen viele seiner Kunden mit dem Auto. Manche von ihnen würden bei ein Parkverbot wohl zum Anlass nehmen, ihre Brötchen anderswo zu kaufen.

Welp reicht es auch nicht, dass der Stadtentwicklungsausschuss seine Kritik in einer früheren Sitzung zum Anlass genommen hatte, die geplante Haltestelle zu verschieben. Nun soll sie zwar nicht mehr gegenüber der Bäckerei liegen, aber das bringe nichts, meint er, weil das Parken davor und dahinter verboten ist.

Verkehrsplanerin Heike Stumberg erklärte jetzt vor dem Ausschuss, dass mehrere Alternativen zur aktuellen Planung ausführlich geprüft worden seien. Aber es gebe keinen konfliktfreien Standort. Leider habe der Bäckermeister auch eine Parkscheibenregelung abgelehnt, bedauerte Stadtbaurat Frank Otte. Und er fügte hinzu, dass sich auch an anderen geplanten Haltestellen Probleme abzeichneten.

Politiker von CDU, SPD und Grünen machten deutlich, dass Welps Kritik ernstgenommen werden müsse, sie unterstrichen aber auch ihren Willen, der E-Buslinie zum Erfolg zu verhelfen. Am Ende setzte sich die Ausschussvorsitzende Anette Meyer zu Strohen mit ihrem Vorschlag durch, das Problem am Östringer Weg an Ort und Stelle mit dem Bäckermeister zu erörtern. Dafür soll möglichst bald ein Termin vereinbart werden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN