„Superschulleiter“ Schomaker neuer „Kapitän“ der Montessori-Schule

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Bunte Aufgabe: 
              
              Benno Schomaker ist nun auch ganz offiziell neuer Rektor der Osnabrücker Montessori-Schule. Foto: Thomas OsterfeldBunte Aufgabe: Benno Schomaker ist nun auch ganz offiziell neuer Rektor der Osnabrücker Montessori-Schule. Foto: Thomas Osterfeld

OSNABRÜCK. Mit einer bunten Einführungsfeier wurde in der Turnhalle der Montessori-Schule Benno Schomaker als neuer Rektor der Förderschule vorgestellt.

Als solcher ist er zwar schon seit mehr als acht Monaten aktiv, aber nun ist es auch ganz offiziell. Im September vergangenen Jahres hatte der in Sögel aufgewachsene Sonderpädagoge das Amt von Vorgängerin Annette Geiger übernommen, die es seit 1991 innehatte. Alle anfänglichen Befürchtungen und das „mulmige Gefühl“ hätten sich schnell als „überflüssig“ erwiesen, berichtete der neue „Kapitän“ der „Monte“ im Rahmen seiner Ansprache, mit der er sich für die „vielen aufmunternden und ermutigenden Worte“ bedankte.

 

Viel Zuspruch seitens seiner stets geduldigen, offenen und hilfsbereiten Kollegen hätte dazu beigetragen, dass er sich „erwünscht und gebraucht“ fühle, sagte Schomaker, für den es nach den Schulen in der Dodesheide und an der Rolandsmauer die dritte Station als Schulleiter ist. Dass er eine „langjährige Verbundenheit mit der Osnabrücker Schulkultur“ pflegt, hob auch die städtische Fachbereichsleiterin Andrea Butke hervor. Er vereine „Erfahrung und Kompetenz“ sowie „Sachlichkeit und Kreativität“ und bringe so alle Voraussetzungen dafür mit, ein „Superschulleiter“ zu sein, sagte sie außerdem in Anspielung auf das Rahmenprogramm der Einführungsfeier.

Akrobatik und Musik

Das wurde nämlich von dem bekannten RTL-Moderator Daniel Hartwich gewohnt launig als „Supertalent“-Show aufgezogen. Ob Montessori-Schüler Wiktor Zantara mit einer tollen Klavierimprovisation in C-Dur, die Zumba-AG und die Cheerleader-Gruppe „Monte Girls“ mit einer Tanzdarbietung im „Gangnam Style“ oder der 25-köpfige gemischte Schulchor mit einem selbst getexteten Willkommenslied für den Schulleiter: Sie alle stellten sich der Beurteilung einer dreiköpfigen Jury, bestehend aus Schülersprecher Martin Jeschke, Konrektorin Marion Schönfeld und einer Elternvertreterin. Schüler der neunten Klassen zeigten gemeinsam mit Primanern akrobatische Kunststücke, Rafael Machado-Alves und Iker Karaer warfen sich einhändig und buchstäblich Bälle zu und der Chor der Primarstufe intonierte das afrikanische Kinderlied „Si ma ma Kaa“.

 

Allein der achtköpfige Lehrerchor überzeugte die Montessori-„Supertalent“-Jury erst im zweiten Versuch, bei dem das Singen von „Nime Kumbali“ dann ebenso gut funktionierte wie das Unterrichten. Dabei war ihr „Fly And Sail Away With The Wind“ doch eine schöne Hommage an ihren neuen „Kapitän“, der als so passionierter wie erfahrener Segler versprach, gemeinsam mit seiner „Crew“ bei entsprechenden Winden auch mal kurzfristig den pädagogischen Kurs zu ändern, um Ziele zu erreichen. Sein neues, demnächst ein halbes Jahrhundert alt werdendes Mutterschiff „Monte“ sieht Schomaker dabei nicht als „Konkurrenzmodell“ zur sonderpädagogisch kompetenten Inklusion in Regelschulen, sondern als „Erweiterung der Möglichkeiten“.

Beitrag zur Inklusion

Auch Wilfried Gillmann wies als Vertreter der Landesschulbehörde darauf hin, dass gerade „sonderpädagogische Förderzentren“ wie die derzeit im Wachstum begriffene Montessori-Schule mit ihrem Schwerpunkt auf geistiger Entwicklung jedem Kind die Chance auf eine „eigenständige Lebensführung“ ermöglichen. Andreas Viehoff, der als Rektor der Comeniusschule in Georgsmarienhütte und „Ziehvater“ des neuen Montessori-Chefs diesem auch stellvertretend für alle anderen Förderschulen zur Amtseinführung gratulierte, hob schließlich den wichtigen „Beitrag der Montessori-Schule zur gesellschaftlichen Inklusion“ hervor.  


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