Ingeborg-Sieber-Stiftung vorgestellt Starthilfe für musikalische und künstlerische Talente

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Gruppenbild mit Logo: Das stammt von Lüta Uden (2.v.l.); sie hat den besten Entwurf für das Logo der Ingeborg-Sieber-Stiftung eingereicht. Das finden ihr Lehrer Jens Raddatz (r.) und die Stiftungsmitglieder Klaus Springer (l), Barbara Kaesbohrer (m) und  Sascha Wienhausen (2.v.r.). Foto: Thomas OsterfeldGruppenbild mit Logo: Das stammt von Lüta Uden (2.v.l.); sie hat den besten Entwurf für das Logo der Ingeborg-Sieber-Stiftung eingereicht. Das finden ihr Lehrer Jens Raddatz (r.) und die Stiftungsmitglieder Klaus Springer (l), Barbara Kaesbohrer (m) und Sascha Wienhausen (2.v.r.). Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. Ingeborg Sieber hat sich offenbar 40 Jahre lang wohlgefühlt in Osnabrück. Jetzt lebt sie wieder in ihrer Heimatstadt Goslar und dankt von dort aus Osnabrück auf ihre Art: Sie hat eine Stiftung gegründet, um junge Musiker und Künstler zu fördern.

40 Jahre hat Ingeborg Sieber am Konservatorium in Osnabrück Flöte unterrichtet und in der Stadt gelebt. Eine gute Zeit offenbar, denn jetzt revanchiert sie sich, indem sie Gutes für den Nachwuchs vor Ort tut. Von ihrer alten und neuen Heimat Goslar aus hat sie eine Stiftung gegründet, die zehn bis 12 Jahre lang angehende Musiker und Künstler fördert. Gleichzeitig verbindet die neue Stiftung das Institut für Musik der Hochschule Osnabrück (IfM) und das Institut für Kunstpädagogik der Universität – womit der Stiftung eine geradezu wissenschaftspolitische Dimension zuwächst. Jetzt hat sich die Stiftung vorgestellt. Weiterlesen: Auch die Bürgerstiftung ist sehr rührig

Stiftung gibt Starthilfe

An der Spitze der Institution stehen Sascha Wienhausen, Leiter des Instituts für Musik (IfM, und Barbara Kaesbohrer, Professorin im Fachbereich Kunst/Kunstpädagogik der Universität, sowie, als Vertreter der Stifterin, Klaus Springer. Stiftungszweck ist es, „musikalische und künstlerische Talente aus dem regionalen Bereich der Stadt und des Landkreises Osnabrück“ zu fördern, heißt es in den Förderrichtlinien. Dabei gibt es zwei Arten der Förderung: Zum einen vergibt die Stiftung Projektfördermittel „zwischen 1600 und 2000 Euro“, sagt Kaesbohrer. Zum anderen können Studierende Stipendien beantragen, die Uni und Hochschule mit den Deutschland-Stipendien des Bundes kombinieren: Der Bund verdoppelt die Fördersumme der Stiftung von 300 auf 600 Euro monatlich. Doch egal, ob Projektförderung und Stipendium: Ziel ist in jedem Fall, junge Menschen auf „ihrem Weg in die künstlerische Existenz“ zu fördern, sagt Wienhausen.

ISieber hat dafür 500000 Euro Stiftungskapital bereitgestellt. Weil sich damit kaum Geld erwirtschaften lässt, hat Sieber eine „Verbrauchsstiftung“ gegründet: 40000 Euro werden jährlich ausgeschüttet, bis das Geld aufgebraucht ist. Dabei soll der Segen den Fachbereich Kunst/Kunstpädagogik und das Institut für Musik zu gleichen Teilen erreichen. Die Einschreibung an Uni oder Hochschule ist jedoch keine Voraussetzung, um Projektfördermittel zu beantragen. Wichtiger ist die Altersgrenze von 28 Jahren. Weiterlesen: Auch der Osnabrücker Kunstpreis wäre ohne das Engagement einer Stiftung nicht denkbar

200 Euro fürs beste Logo

Während nun der Stiftungsvorstand auf Anträge wartet (Abgabeschluss ist der 31. Mai), hat eine Studentin bereits von der Ingeborg-Sieger-Stiftung profitiert: Lüta Uden hat den Wettbewerb gewonnen, für den Studierende im Grundlehre-Seminar Mediendesign von Jens Raddatz ihre Vorschläge für ein Logo einreichen sollten. Udens Vorschlag überzeugte „mit zwei zarten Strichen, die einen musikalischen Bindebogen und einen Kreidestrich andeuten“ und so die Förderschwerpunkte Kunst und Musik“ symbolisieren. Dafür hat Lüta Uden 200 Euro erhalten – gut angelegtes Geld für gute Arbeit, die wiederum einem guten Zweck dient: der Ingeborg-Sieger-Stiftung.


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