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28.04.2018, 07:16 Uhr NICHT NUR IN OSNABRÜCK

Kürzung bei der Migrationsberatung wäre fatal

Kommentar von Sandra Dorn

Fast drei Jahre ist es hier, dass Tausende Flüchtlinge nach Osnabrück und in die Region kamen. Doch richtig integriert sind bislang die wenigsten von ihnen. Foto: Archiv/Michael GründelFast drei Jahre ist es hier, dass Tausende Flüchtlinge nach Osnabrück und in die Region kamen. Doch richtig integriert sind bislang die wenigsten von ihnen. Foto: Archiv/Michael Gründel

Osnabrück. Dass nicht mehr so viele Flüchtlinge nach Deutschland kommen wie vor zwei bis drei Jahren, heißt nicht, dass sich das Thema erledigt hat. Im Gegenteil. Denn jetzt fängt die eigentliche Arbeit an, jetzt geht es darum, sie zu integrieren.

4700 Flüchtlinge sind es alleine in Osnabrück, die nicht sich selbst überlassen werden dürfen. Sollten Bund und Land ausgerechnet jetzt an der Flüchtlingssozialarbeit kürzen, wäre das fatal und würde sich in einigen Jahren rächen.

Denn schon die Zahl der Ehrenamtlichen und das Spendenaufkommen für die Flüchtlingshilfe ist zurückgegangen. Dabei sind die Gemeinschaftsunterkünfte voll, und ohne Unterstützung von außen haben die Geflüchteten schlechte Karten, im Land Fuß zu fassen.

Noch ist in Berlin und in Hannover nichts entschieden. Mag sein, dass die ganze Aufregung um mögliche Mittelkürzungen umsonst ist.

Aber es ist gut, wenn die Petition der Flüchtlingshilfe Rosenplatz und der Appell der Träger der Flüchtlingssozialarbeit mal wieder mehr Aufmerksamkeit darauf lenken, dass all die geflüchteten Menschen nun im Land sind und weiterhin Hilfe benötigen.


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