Plädoyer für Entschleunigung Hartmut Girke lädt zum „Wagnis des Schauens“ nach Bissendorf ein

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Verlieren kann sich der Betrachter in den großformatigen Bildern von Dr. Hartmut Girke. Foto: Thomas OsterfeldVerlieren kann sich der Betrachter in den großformatigen Bildern von Dr. Hartmut Girke. Foto: Thomas Osterfeld

Bissendorf. Die Steigerung der künstlerischen Produktivität im Ruhestand erfährt Kunstprofessor Hartmut Girke. Aktuelle Arbeiten werden zurzeit in der Galerie Hamm in Bissendorf gezeigt.

Ohne den Kopf voll mit Vorlesungstexten zu haben, kann der Kunstprofessor sich jetzt wieder der Malerei widmen. Jahrzehnte führte Dr. Hartmut Girke die Studierenden an der Universität Osnabrück in die Geheimnisse der Kunst ein. Jetzt, da er nicht mehr Vollzeit in die Lehrtätigkeit eingespannt ist, steigert er kontinuierlich seine malerischen Aktivitäten.

„Wagnis des Schauens“ heißt die Ausstellung in der Galerie Hamm mit aktuellen Bildern von Hartmut Girke. Zeit sollte man mitbringen, wenn man dieses Wagnis eingehen will. Denn man kann sich förmlich in den großformatigen Bilder verlieren, die Girke zusammen mit der Galeristin für die Ausstellung ausgesucht hat. Nichtgegenständliche Farbklänge, gerne auch mal im Komplementärkontrast, verdichten sich zu Strukturen, die durchaus etwas von Architektur oder auch Landschaft haben können. Die Interpretationshoheit liegt beim Betrachter, Assoziationen sind erwünscht. Die Trennung zwischen Figürlichem und Abstraktem wird aufgehoben. So kann man bisweilen durchaus Schriftzeichen entschlüsseln, die der Lyrikliebhaber in seinen Bildern versteckt hat, unter anderem das chinesische Schriftzeichen für „Stille“.

Galerie Dr. Ulrike Hamm (Bissendorf, Am Eistruper Berg 18): „Wagnis des Schauens“. Malerei von Hartmut Girke. Bis 5. Mai, Fr. und Sa. 15-18 Uhr und nach Vereinbarung, Tel. 05402 -1025 oder galerie@dr-ulrike-hamm.de


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