Märchen und Handystories Schülertheater der Gesamtschule Schinkel mit Witz und Anspruch

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ubk Osnabrück. Zum achten Mal präsentierte das Schülertheater der Gesamtschule Schinkel im Haus der Jugend selber entwickelte Stücke mit Witz, Anspruch und Botschaft.

„Es war einmal vor langer Zeit in einem Königreich...“ So beginnt Erzählerin Sirin Schmidt das Märchen, das jedoch bald vom königlichen Ballvergnügen in ein Familiendrama abdriftet. Denn Dornröschen wurde entführt, und das Märchenreich um König Richard (Berkay Ugrag) ist in Aufruhr. Hinter der Entführung steckt niemand anders als die Dunkle Fee (Sophie Rust), die gemeinsam mit Rumpelstilzchen und Schneewittchens böser Stiefmutter alle Macht an sich reißen will. Doch mit Hilfe von Aschenputtel, zwei Tauben, Rotkäppchen, Frosch „Quak“ und einem dreifach vorhandenen Rapunzel kann Dornröschen aus den Händen der Bösewichten befreit werden.

„Dornröschen ist weg“ ist der Titel dieser witzigen Theaterproduktion der Klasse 5g der Gesamtschule Schinkel. Unter der Leitung von Henrike Langsenkamp und Sonja Elberg entwickelten die Kinder eine Story, in der viele bekannte Märchenfiguren aufeinander treffen und gemeinsam die dunklen Mächte des Märchenreichs besiegen. Das rund 35-minütige Stück bildete am Mittwoch den Auftakt eines märchenhaften Theaterzaubers.

Zum achten Mal zeigten die Jungen und Mädchen der Profilklassen „Darstellendes Spiel“ und der Theater-AG der 5. und 6. Jahrgangsstufe ihr Können auf der Saalbühne im Haus der Jugend. Im Publikum Grundschulkinder der Heinrich-Schüren-Grundschule, der Schule an der Rolandsmauer sowie der Grundschule Altstädter Schule. Bereits seit 2009 wird an der Gesamtschule Schinkel für die Sekundarstufe I das Wahlpflichtfach „Darstellendes Spiel“ angeboten, das den Kindern nicht nur Bühnenerfahrung und ganzheitlichen Unterricht bietet, sondern auch zur Beschäftigung mit aktuellen Themen anregt.

Das zeigte sich vor allem am zweiten Stück „Alles Handy“ der Klasse 6g. Unter der Leitung von Leonie Kerksieck und Winnie Müller entwickelten die Jungen und Mädchen mehrere Szenen rund ums Handy, das für einen kritischen und gleichzeitig entspannteren Umgang mit dem Medium plädiert. Da bekommt etwa ein Mädchen Mädchen (Ashley Sykes) von seiner Umwelt von „zu teuer“ bis zu „Strahlen!“ sämtliche Gründe zu hören, warum es kein Handy bekommt. In einer anderen Szene entdeckt ein Mädchen namens Anna (Fea Müller) eine App, die ihr bei den Hausaufgaben hilft. Wie nervig eine Umgebung ist, in der jeder nur mit seinem Handy beschäftigt ist, zeigte schließich die Story um die Kellnerin eines Cafés, die nur Augen für ihr Handy hat und die Bestellungen der Gäste als Störung empfindet. Dass man mit Handy zwar „trebdy“, aber trotzdem allein sein kann - das war die Botschaft dieser finalen Szene.


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