Wanderausstellung in Osnabrück „Stille Heldinnen“: Sechs Großmütter für mehr Nachhaltigkeit

Von Uta Biestmann-Kotte

Einsatz für Nachhaltigkeit: Edimund Revilian (KwaWazee, Tansania), Andreè Joseph (Geschäftsführer Die Etagen GmbH), Lydiah Lugazi (Projektleiterin KwaWazee, Tansania), Lutz Hethey (Geschäftsführer HelpAge), Birgit Strangmann (Bürgermeisterin Stadt Osnabrück), Dr. Henning Scherf (Schirmherr HelpAge) und Esther Majura (KwaWazee, Tansania), Alexander Bonde (Generalsekretär Deutsche Bundesstiftung Umwelt, v.l.) bei der Ausstellungseröffnung. Foto: Hermann PentermannEinsatz für Nachhaltigkeit: Edimund Revilian (KwaWazee, Tansania), Andreè Joseph (Geschäftsführer Die Etagen GmbH), Lydiah Lugazi (Projektleiterin KwaWazee, Tansania), Lutz Hethey (Geschäftsführer HelpAge), Birgit Strangmann (Bürgermeisterin Stadt Osnabrück), Dr. Henning Scherf (Schirmherr HelpAge) und Esther Majura (KwaWazee, Tansania), Alexander Bonde (Generalsekretär Deutsche Bundesstiftung Umwelt, v.l.) bei der Ausstellungseröffnung. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Mit der von den Hilfsorganisationen Help-Age und KwaWazee erstellten Wanderausstellung „Stille Heldinnen – das Leben nachhaltig gestalten“ gewinnt der Betrachter Einblicke in die Lebensumstände sechs tansanischer Großmütter.

Gesundheit und Wohlergehen, Gleichstellung der Geschlechter, saubere und bezahlbare Energie, Wasserversorgung, Landökonomie, Armut beenden: Für jedes dieser sechs Ziele steht das Schicksal einer älteren Frau im afrikanischen Tansania.

„Stille Heldinnen – das Leben nachhaltig gestalten“ heißt eine Wanderausstellung zum Thema Nachhaltigkeit, die vom 19. April bis zum 18. Mai im Naturerbe-Gebäude der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zu sehen ist. In Zusammenarbeit mit dem tansanischen Projekt KwaWazee entwickelte die Osnabrücker Hilfsorganisation Help-Age Deutschland eine Ausstellung, die am Beispiel sechs tansanischer Großmütter zudem wichtige Nachhaltigkeitsziele der weltweit geltenden „Substantive Development Goals“ der Vereinten Nationen aufzeigt.

Fotos, Interviews und VR

Am Mittwoch fand die Eröffnung statt im Beisein von DBU-Generalsekretär Alexander Bonde, Help-Age-Geschäftsführer Lutz Hethey, Bürgermeisterin Birgit Strangmann und Help-Age-Schirmherr Henning Scherf. Als KwaWazee-Deligation waren zudem Projektleiterin Lidiah Lugazia, Esther Majura und Edimund Revilian aus Tansania angereist.

Dass ein gutes Leben in Würde mit ausreichendem Einkommen nicht selbstverständlich ist, darüber kann sich der Ausstellungs-Besucher mittels Stellwänden, Fotos, Interviews sowie mit Tablets, Kopfhörern und VR-Brillen als „virtuelle Realität“ überzeugen. Die Beispiele der sechs Großmütter Yustina Kalala, Clezensia Ichumbaki, Aurelia Mlabi, Godeliva Anatory, Felister Tibasana und Generoza France zeigen gleichzeitig Stärke und Lebensmut der Frauen, die nicht nur für Selbstbestimmung, generationenübergreifenden Zusammenhalt und den Umgang mit knappen Ressourcen känpfen, sondern sich auch um ihre zu AIDS-Waisen gewordenen Enkelkinder kümmern.

„Wir sind nicht nur Zuschauer“

Die Wichtigkeit von globaler Nachhaltigkeit und Nichtregierungsorganisationen hatte auch Birgit Strangmann in ihrer voran gegangenen Ansprache betont, in der sie als Beispiel auch die Lokale Agenda 21 und den Masterplan 100-Prozent-Klimaschutz der Stadt Osnabrück nannte. Und ein vom Einsatz der sechs „stillen Heldinnen“ spürbar bewegter Henning Scherf sagte: „Wir haben eine Aktivrolle. Wir sind nicht nur Zuschauer.“

Die Ausstellung wird gefördert von DBU, Engagement Global zur Förderung der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit sowie dem Bundesminiterium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Zu sehen ist die Wanderausstellung vom 19. April bis zum 18. Mai im Naturerbe-Gebäude der DBU. Öffnungszeiten: Mo bis Do 8-17 Uhr; Fr 8-13 Uhr.


Zu sehen ist die Wanderausstellung vom 19. April bis zum 18. Mai im Naturerbe-Gebäude der DBU. Öffnungszeiten: Mo bis Do 8-17 Uhr; Fr 8-13 Uhr.