Kein Gewerbegebiet geplant Landesforsten suchen Pächter für Steinlagerplatz am Piesberg

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Der Steinlagerplatz am Süberweg: In der Bildmitte befindet sich die Fläche der Niedersächsischen Landesforsten, für die ein neuer Pächter gesucht wird. Foto: André HavergoDer Steinlagerplatz am Süberweg: In der Bildmitte befindet sich die Fläche der Niedersächsischen Landesforsten, für die ein neuer Pächter gesucht wird. Foto: André Havergo

Osnabrück. Ein neues Gewerbegebiet neben dem alten Brecherwerk am Süberweg – kann das sein? Diese Frage bewegt die Gemüter in Pye. Aber der Bebauungsplan lässt das gar nicht zu. Sicher ist jedoch, dass die Niedersächsischen Landesforsten einen Pächter für einen Teil des früheren Steinlagerplatzes suchen.

Der ehemalige Steinlagerplatz wird vom Museum Industriekultur genutzt – als Parkplatz für größere Veranstaltungen, für das Oldtimer-Treffen oder für Kulturevents. So ist es auch im Bebauungsplan festgelegt, der 2004 vom Rat verabschiedet wurde. Damals bereitete sich Osnabrück noch auf eine Bundesgartenschau am Piesberg vor, doch die Pläne wurden später aufgegeben.

Wirtschaftlich gedacht

Der Steinlagerplatz an der Vosslinke gehört nicht etwa dem Museum, sondern zwei Eigentümern: Über den kleineren östlichen Teil verfügen die Stadtwerke, über den größeren westlich davon die Landesforsten. Bislang zahlt der Steinbruchbetreiber Cemex Pacht an die Landesforsten, aber der Vertrag läuft bald aus. Um seine Einnahmen zu sichern, hält das Forstamt Palsterkamp Ausschau nach einem neuen Pächter.

Willkommen wäre eine Nutzung, „die eine Perspektive verspricht“, wie es Ernst-August Bergmann ausdrückt, der als Dezernent für die Liegenschaftsangelegenheiten zuständig ist. An eine Aufforstung denkt er dabei nicht. Bergmann ist bewusst, dass der Bebauungsplan keine großen Spielräume lässt. Aber er hofft, „dass die Stadt oder andere Akteure eine Lösung entwickeln“. Auch wenn das Land Niedersachsen gehalten sei, wirtschaftlich mit dem Eigentum umzugehen, gehöre ein Gewerbegebiet nicht zu den favorisierten Möglichkeiten.

„Verträgliche Lösung“

Auch Stadtplaner Franz Schürings betont, dass bei der Nutzung des Steinlagerplatzes auf die Umgebung Bezug genommen werden müsse. In direkter Nachbarschaft befinden sich mehrere Einrichtungen, die im Zusammenhang mit dem Museum Industriekultur stehen. Das sind der Haseschacht im Norden, die alte Steinbrecheranlage im Westen, die den Osnabrücker Dampflokfreunden zur Verfügung steht, das für Ausstellungen genutzte Magazingebäude im Süden und das für sein Kulturprogramm bekannte Piesberger Gesellschaftshaus.

Schürings kann sich vorstellen, dass sich neue Perspektiven für den Steinlagerplatz ergeben könnten. Sie müssten aber „verträglich“ sein. Derzeit, so betont der Leiter des Fachbereichs Städtebau aber, seien ihm aber keine Anfragen bekannt.


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