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17.04.2018, 06:00 Uhr KOMMENTAR

Maidorf: Etwas mehr Glamour, bitte!

Kommentar von Benjamin Havermann

Meistens gute Stimmung: Im Maidorf auf der Osnabrücker Maiwoche. Foto: Michael GründelMeistens gute Stimmung: Im Maidorf auf der Osnabrücker Maiwoche. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Das Maidorf wird es dieses Jahr nicht geben. Stattdessen kommen Imbiss- und Getränkebuden auf den Platz des Westfälischen Friedens. Ein großer Verlust – gerade wenn man sich das aktuelle Programm anschaut. Ein Kommentar.

Für die Maiwoche hat das Jahr nicht gut angefangen. Die Stadt wollte das allseits beliebte Maidorf wegen angeblicher Sicherheitsbedenken nicht genehmigen. Auch wem der Partytempel nicht gefiel, muss zustimmen, dass sie ein großer Anziehungspunkt war. Das Alternativkonzept wird sicherlich nicht an den Erfolg anknüpfen können.

Das Aus des Maidorfes ist somit ein großer Verlust für das Fest. Zumal das Programm vermutlich wenige Besucher außerhalb der Stadtgrenzen anlocken wird. Große Namen fehlen gänzlich. Vor einigen Jahren traten noch bekannte Schlagersänger wie Mickie Krause oder Jürgen Drews auf. Selbst Kandidaten aus Casting-Shows wie „Deutschland sucht den Superstar“ waren häufig in Osnabrück zu Gast und zogen viele Besucher an – auch welche, die nicht zu den Fans gehörten.

Seit einigen Jahren scheint man sich allein auf die lokalen Bands zu fokussieren. Man könnte dies als Back-to-the-Roots-Strategie verkaufen. Doch der Eindruck, den die Maiwoche vermittelt, wird immer lahmer. Etwas mehr Glamour könnte dem Fest gut tun. Aber wahrscheinlich wird es der Mehrheit der Besucher darum auch gar nicht gehen. Sie wollen mit Freunden oder Kollegen einfach eine schöne Zeit verbringen – egal wer dazu singt.


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