Maiwoche 2018 Neu in diesem Jahr: Imbiss- und Getränkebuden statt Maidorf

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Keine Bühne, kein Zeltdach, keine Theken: Das Maidorf wird es 2018 nicht geben, dafür aber Ess- und Getränkebuden. Archivfoto: Gert WestdörpKeine Bühne, kein Zeltdach, keine Theken: Das Maidorf wird es 2018 nicht geben, dafür aber Ess- und Getränkebuden. Archivfoto: Gert Westdörp

Osnabrück. Das Maidorf auf der Osnabrücker Maiwoche 2018 ist Geschichte – zumindest für dieses Jahr. Der Platz des Westfälischen Friedens, wo sonst der Partytempel stand, wird aber trotzdem nicht leer bleiben. Derweil wurden die Bands aus dem Programm bekannt.

Die Nachricht löste Unverständnis und Unmut aus: Auf der diesjährigen Maiwoche wird es kein Maidorf geben. Aus Sicherheitsbedenken wollte die Stadt der jahrelangen Tradition keine Erlaubnis erteilen. Veranstalter Frederik Heede hat aber einen Plan B parat.

Der Platz des Westfälischen Friedens, wo sonst das Maidorf viele Besucher empfing, wird auch dieses Jahr nicht leer bleiben. „Ich darf den Platz bespielen“, sagte Heede unserer Redaktion. Das habe die Stadt ihm mitgeteilt. An eine Location wie in den vergangenen Jahren sei aber nicht zu denken.

Maiwoche 2018: Keine Bühne, kein Zeltdach, keine Theken

Statt eines eingezäunten Bereichs mit Überdachung wird es eine offene Fläche werden, auf der Hütten für Getränke und Speisen stehen werden – also eine Erweiterung der bisherigen Fläche am Rathaus. Eine Bühne, ein Zeltdach oder Theken wird es nicht geben. Der Osnabrücker Veranstalter und Betreiber des Alando Palais sagte deshalb: „Die Alternative ist nicht annähernd vergleichbar mit dem Maidorf“.

Noch immer klingt Heede enttäuscht über das Aus der Location. 14 Jahre lang war es ein wichtiger Anziehungspunkt der Maiwoche, die das größte Straßenfest in Nordwestdeutschland ist. Die Resonanz der Besucher sei laut Heede immer positiv gewesen. Im Schnitt besuchten das Maidorf zwischen 70.000 und 80.000 Besucher.

Bei der Überlegung nach einem Alternativkonzept hatte Heede kaum eine Wahl. Hätte er sich aus Protest gegen eine Bespielung des Platzes entschieden, hätte die Stadt den Platz einfach neu ausgeschrieben. Dann wäre das Maidorf in der bisherigen Form wohl endgültig Geschichte. Und jemand anderes könnte auf Jahre die Geschicke im Innenhof der Stadtbibliothek lenken.

Veranstalter hofft auf Maiwoche 2019

Trotzdem blickt der Alando-Chef jetzt nach vorne und freut sich auf die bevorstehende Maiwoche. „Ich habe keinen Groll“, sagte er, „wir werden wieder mit so viel Freude dabei sein wie jedes Jahr“. Heede hofft nun, dass er im kommenden Jahr mehr Glück mit der Genehmigung haben wird. Am 31. Mai beginnen bereits die Gespräche mit der Stadt. „Wir fangen auf einem weißen Blatt neu an“, habe ihm ein Mitarbeiter aus dem Rathaus gesagt.

Derweil konnte unsere Redaktion einen ersten Blick in das Programm der Maiwoche werfen. (Weiterlesen: Das komplette Programm finden Sie hier.) Es wird in diesem Jahr vier Bühnen in der Stadt geben, eine am Marktplatz (Handwerksbühne), eine am Nikolaiort (mylola-Bühne), eine am Jürgensort (Froneri-Ice-Cream-Bühne) und eine in der Georgstraße (noz-Bühne).

Von den geplanten Bands haben nur wenige eine große überregionale Bekanntheit. Die wohl bekannteste Band wird auf der diesjährigen Maiwoche die A-capella-Gruppe Männersache sein. Die vier Sänger aus Osnabrück, Berlin und Köln gewannen im vergangenen Jahr bei der Sat.1-Sendung „It’s Showtime“. Ohne Instrumente, aber mit viel Gefühl interpretieren sie unter anderem Hits der Backstreet Boys oder Snap neu.

Maiwoche 2018: Viele regional bekannte Gesichter

Daneben können sich die Besucher auf viele regional bekannte Gesichter freuen. So kommen die Tommy Schneller Band oder die Dirty Deeds wieder in die Hasestadt, die schon in den vergangenen Jahren ihre Hits zum Besten gaben und den Gefallen des Publikums fanden. Den traditionellen Abschluss wird wieder die Osnabrücker Blues Company zelebrieren. Sie gehen mittlerweile in ihr 42. Jahr.

Für Petra Rosenbach von der Osnabrück Marketing und Tourismus GmbH war die Mischung wichtig. „Jeder Besucher soll nach seinen Vorlieben das passende Programm finden“, sagte die Stadtmarketingchefin. Auf den Bühnen in der Georgstraße, am Jürgensort oder am Nikolaiort gebe es die beliebte Mischung aus Rockformationen, Funk- und Soulbands, Partykapellen und mehr. „Ein Highlight ist sicherlich Bounce“, betonte Rosenbach. Die Gruppe gelte als die authentischste Bon Jovi Tribute Band Europas.

Die diesjährige Maiwoche beginnt am Donnerstag, den 10. Mai, und geht bis Montag, den 21. Mai. Dank der Feiertage gibt es in diesem Jahr eine XL-Maiwoche von insgesamt zwölf Tagen. Das Programm erscheint in der kommenden Woche.


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