Ein Festival pflegt Nachwuchs Familienkonzert bei „Classic con brio“ in Schlossaula

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Beim Familienkonzert von „Classic con Brio“ in der Osnabrücker Schlossaula durften auch die kleinen mit musizieren. Foto: Hermann PentermannBeim Familienkonzert von „Classic con Brio“ in der Osnabrücker Schlossaula durften auch die kleinen mit musizieren. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Die Aula des Osnabrücker Schlosses ist restlos ausgelastet beim Familienkonzert des aktuellen Festivals. Hier zeigt die Akademie Remelé in Zusammenarbeit mit Musikschulen und Privatmusikerziehern aus dem Osnabrücker Raum eine bunte Palette der Nachwuchsarbeit.

Das Celloorchester der Akademie Remelé spielt unter Leitung von David Cohen. Kurz, aber außerordentlich präzise gestrichene Stücke präsentiert es den „Seaman´s Blues“. Danach, um Congas und Klavier erweitert, spielt das Orchester „Mambito celito“, ein Stück mit südamerikanischen Klängen. Peter Witte hat das Stück komponiert und dirigierte es auch.

In die rhythmische Richtung wird das Klangspektrum erweitert durch ein Percussionsensemble der Kreismusikschule Osnabrück unter Leitung von Hermann Helming. Spieler auf Xylophon und Marimbaphon produzieren Klänge von zartester Schwebung, wogegen Pauke und Schlagzeug die „Wände wackeln“ lassen.

Bei den „Osnabrücker Stadtstreichern“ können alle mitmachen, die ein Streichinstrument erlernen. Konstanze Elske leitet die Jüngsten bei „Quiet Evening“ und die Größeren spielen stilistisch abwechslungsreiche Stücke aus den „Quartett Clubs“ von Sheila Nelson. Dieses Nachwuchsorchester besucht nur zweimal im Jahr eine intensive Probenphase, wobei es auch unter Leitung von Profis wie Cohen spielen darf.

Regelmäßig probt das „Flogi Quartett“. Sie bringen eine Suite von Wilhelm Empt zu Gehör. Den jungen Musikanten gelingt es, allen fünf Sätzen der Suite ein eigenes Profil zu geben und in längeren Passagen die Spannung zu halten.

Schließlich kommen dann doch noch gestandene Musiker zum Zuge. Anfangs spielen Vanessa Szigeti (Violine) und Natacha Kudritskaya (Klavier) einen Ungarischen Tanz von Johannes Brahms. Fast den Atem nimmt es den Zuhörern, wenn David Cohen vom Klavier begleitet die „Moses Variationen“ von Nicolo Paganini auf einer Saite seines Violoncellos streicht. Da klingt es bald kraftvoll, bald graziös, wendig, ausgelassen und immer beherrscht.

Nicht unbeträchtlichen Anteil am Gelingen des Konzertes hat die Moderatorin Annette Schekan. Während häufiger Umbaupausen hält sie Jung und Alt im Publikum bei bester Laune.


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