Als DFKI-Standort im Gespräch Künstliche Intelligenz: Uni Osnabrück will Forschungssitz

Von Sebastian Stricker

Besuch aus Berlin: Zwei bekannte SPD-Politiker haben sich mit der Osnabrücker Universitätsspitze zum Gespräch getroffen. Das Bild zeigt (von links) den Bad Rothenfelder Bundestagsabgeordneten Rainer Spiering, die Uni-Vizepräsidentinnen Susanne Menzel und Martina Blasberg-Kuhnke, Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann und Universitätspräsident Wolfgang Lücke. Foto: Uni Osnabrück/Utz LederbogenBesuch aus Berlin: Zwei bekannte SPD-Politiker haben sich mit der Osnabrücker Universitätsspitze zum Gespräch getroffen. Das Bild zeigt (von links) den Bad Rothenfelder Bundestagsabgeordneten Rainer Spiering, die Uni-Vizepräsidentinnen Susanne Menzel und Martina Blasberg-Kuhnke, Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann und Universitätspräsident Wolfgang Lücke. Foto: Uni Osnabrück/Utz Lederbogen

Osnabrück. Osnabrück ist als neuer Sitz des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) im Gespräch. Es wäre der vierte Standort der weltgrößten Forschungseinrichtung ihrer Art nach Kaiserslautern, Saarbrücken und Bremen.

Entsprechende Pläne wurden vergangene Woche bei einem Treffen zwischen Osnabrücker Universitätsspitze, dem SPD-Bundestagsabgeordneten Rainer Spiering (Bad Rothenfelde) und Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD) erörtert. Beide Politiker kündigten an, das Vorhaben zu unterstützen.

Fokus auf Agrarwirtschaft

Seit 2011 ist die Uni Osnabrück bereits als Außenstelle des Bremer Robotics Innovation Center (RIC) mit dem DFKI verwoben. Das RIC entwickelt mobile Robotersysteme, die an Land, zu Wasser, in der Luft oder im All komplexe Aufgaben lösen können. Die Osnabrücker Mitarbeiter konzentrieren sich dabei auf Robotik-Anwendungen für die in der Region stark vertretene Agrarwirtschaft.

Eine DFKI-Niederlassung in Niedersachsen würde der Uni Osnabrück unter anderem die Möglichkeit geben, im Bereich der nicht straßengebundenen Robotik noch intensiver zu forschen und die Kognitionswissenschaft weiter zu stärken, heißt es. „Das in Deutschland einmalige Umfeld aus Amazone, Claas und den anderen Landmaschinenherstellern unserer Gegend prädestinieren Osnabrück als Standort“, sagte Spiering laut einer Mitteilung seines Wahlkreisbüros. Oppermann wird mit den Worten zitiert: „Wir werden uns natürlich dafür einsetzen, selten habe ich etwas so Schlüssiges gehört.“

Abstimmung mit Land und DFKI

Voraussetzung für ein Sitzland sei die Bereitschaft von Bund, Land und Unternehmen, sich am DFKI finanziell zu beteiligen. Auf Nachfrage teilt die Universität Osnabrück mit, sie befinde sich derzeit „in einem Abstimmungsprozess mit dem Land und dem DFKI“. Ergebnisse seien noch nicht spruchreif.