Blick hinter die Kulissen Tag der offenen Tür bei der Osnabrücker Feuerwehr Stadtmitte

Von Julian Krauskopf


Osnabrück. Bei strahlendem Sonnenschein zeigte sich die Freiwillige Feuerwehr Osnabrück-Stadtmitte am Sonntag beim Tag der offenen Tür von ihrer besten Seite. Neben simulierten Wohnungsbränden und Fettexplosionen lockten die unterschiedlichsten Angebote zahlreiche große und kleine Besucher an.

Nach zwei Jahren Pause war das Gelände der freiwilligen Feuerwehr erstmals wieder für Interessierte geöffnet. Der Andrang war zur Freude der Veranstalter groß. „Wir freuen uns natürlich, dass so viele Leute das Angebot wahrnehmen. Besonders schön ist auch, dass so viele Familien mit ihren Kindern hier sind. Das war unser Ziel“, erzählt Uwe Kemper, Gruppenführer der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte. Auch gerade für die kleinen Besucher gab es nämlich ein vielseitiges Angebot. Zwischen Kinderschminken und einem Stationslauf, bei dem spielerisch die richtige Reaktion im Brandfall gelernt wurde, war für jeden etwas dabei. Insgesamt war das Publikum aber über alle Altersgruppen hinweg bunt gemischt.

Die Highlights waren aber die aufwendig inszenierten Löschübungen. Hier konnte hautnah erlebt werden, wie die Feuerwehr einen Löschangriff auf eine in Brand stehende Wohnung fährt oder welche Auswirkungen eine Fettexplosion haben kann. Eine gute Gelegenheit, um auch gleich das neue Löschfahrzeug zu präsentieren, welches erst seit Kurzem zum Bestand gehört. Während der Aktionen wurde das Verhalten des Löschtrupps kleinschrittig über Lautsprecher kommentiert, sodass alle Zuschauer auch noch etwas lernen konnten.

Auch wenn die Veranstaltung natürlich der Eigenwerbung dienen sollte, so habe die Feuerwehr Stadtmitte im Gegensatz zu vielen anderen Ortsgruppen erfreulicherweise keinen Personalmangel, so Christian Unnerstall, Ortsbrandmeister der gastgebenden Ortsgruppe. „Momentan stehen bereits einige Leute auf den Wartelisten. Diesen Luxus haben andere Gruppen leider nicht. Trotzdem wissen viele ansässige Menschen nicht, dass sich eine freiwillige Feuerwehr unmittelbar in der Nähe befindet. Wir wollen den Leuten auch mit solchen Veranstaltungen zeigen, dass wir hier sind“, berichtet er weiter. Der Erlös des Tages gehe zu einem großen Teil an den hauseigenen Förderverein.

Unter der Koordination des stellvertretenden Ortsbrandmeisters Lars Wenzel wurde der Tag komplett selbst von den ehrenamtlichen Mitgliedern der Feuerwehr geplant und organisiert. „Hier kann man sich aufeinander verlassen“, sagt Uwe Kemper, „wir sind nicht nur Kameraden im Brandeinsatz, sondern auch alle sehr gute Freunde.“