Evangelischen Fachschule Osnabrücker Erzieher tanzen unter dem Regenbogen

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Viel Spaß  haben die jungen Akteure der Regenbogenrevue an der EFS. Foto: Swaantje HehmannViel Spaß haben die jungen Akteure der Regenbogenrevue an der EFS. Foto: Swaantje Hehmann

ahg Osnabrück. Nach ihrer Luther-Revue zum Reformationsjubiläum im letzten Jahr, für das sie viel Lob bekommen hat, lädt die Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik und Heilpädagogik jetzt zur nächsten Vorstellung. Diesmal steht der Regenbogen im Mittelpunkt.

In vier verschiedenen Arbeitsgruppen – Chor, Improvisationstheater, Band und im Kurs Religionspädagogik – haben die Schülerinnen und Schüler sich Gedanken zu diesem Thema gemacht und sie zu einer bunten Revue zusammengestellt. Der Bogen reicht vom Regenbogen des Alten Testaments über die südafrikanische „Rainbow Nation“ zu den Fahnen der Homosexuellen und der Friedensbewegung.

78 Schüler beteiligen sich an dem Projekt. Sie gehören zu den Klassen, die das erste Jahr der Erzieherausbildung an der EFS absolvieren. Nach einem Vierteljahr Probe- und Entwicklungsarbeit lief das Stück am Donnerstag mit allen Beteiligten zusammen durch – die zweite gemeinsame Probe erst eine gute Woche vor der Aufführung. „Vorsichtig auftreten, das Bühnenbild fällt sonst um!“, ruft Bettina Ley durch die Aula. Die Leiterin des Religionspädagogikkurses wacht gemeinsam mit Verena Jannaber, die den Impro-Theaterkurs leitet, über jedes Detail. Am Klavier vor dem Chor sitzt Jörg Spaude, vielen bekannt als Kantor und Chorleiter in der Lutherkirche, an der E-Gitarre Eckhard Heggemann, der die Band leitet. Musikalische Feinabstimmungen sind noch nötig, aber die beiden Musiklehrer sind schon sehr zufrieden, vor allem angesichts der Tatsache, dass einige Bandmitglieder ihr Instrument erst seit einem Vierteljahr spielen. Die Teilnehmer haben einen mitreißenden und beeindruckenden Mix aus Zitaten, Tanzeinlagen und Songs zusammengestellt. Viele übernehmen mehrere Rollen, wie Michel Kellermeyer: Neben Nelson Mandela zum Beispiel auch den Moderator Dr. Allwissend, der à la Ranga Yogeshwar die physikalischen Hintergründe des Regenbogens beleuchten will und dank Impro-Theater-Technik dabei zu überraschenden Resultaten kommt. Das Theaterspielen liegt ihm, und vor allem die Kreativität, die in diesem Projekt zum Tragen kommt, gefällt ihm gut. „Man kann was Eigenes machen, es ist ein lockerer Rahmen.“ „Partizipation“ ist das Stichwort. Die Schüler erfahren durch die Revue unmittelbar, wie motivierend es ist, sich Inhalte selbst zu erarbeiten.

Auch Schülerin Aline Wellmann, die im Kurs Religionspädagok Texte und Struktur des Stückes vorbereitet hat, sieht das so. „Das hat mir Mut gegeben, selbst mit Kindern und Jugendlichen etwas zu machen. Und außerdem lernt man alle Klassen besser kennen.“

Natürlich gehört auch „Somewhere over the rainbow“ zur Revue, ein Stück, das jeder kennt, ob in der Version von Judy Garland oder in der des Hawaiianers Iz. Die berührende Entstehungsgeschichte dazu und was das Lied mit Israel zu tun hat, erfährt man am Freitag Abend in der Iburger Straße 183. Der Eintritt ist frei, eine Spende zugunsten der Osnabrücker Kindertafel und dem Schülerhilfefonds der EFS wird gerne gesehen.

Am Freitag, dem 20. April um 20 h ist es soweit: Die Regenbogen-Revue wird in der Aula der EFS aufgeführt. Probeneindrücke gaben die Schüler am Donnerstag Nachmittag.


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