Gäste kommen aus Hamburg Hackfestival startet erfolgreich in Osnabrück

Von Andreas Wenk

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awen Osnabrück. Für Roland Köster scheint die Rechnung aufzugehen. Zwei Stunden nach dem Start zum zweitägigen Hackfestival an der Halle Gartlage stellt er zufrieden fest: „Bereits 50 Portionen verkauft“.

Köster bietet Straußenfleisch an, auch als Hack im Burger, dazu Pommes aus Süßkartoffeln. Wie die Idee zum Hackfestival entstanden ist, weiß auch Veranstalter Christian Schwager von „Next Choice“ gar nicht mehr so genau, versichert aber, es sei keine reine Bauchentscheidung gewesen. Schwager ist sich sicher: „Hack geht immer – zum Beispiel, wenn einer im Büro Brötchen ausgibt, sind die Mettbrötchen immer zuerst weg.“ Kein Wunder, dass es auf dem Hackfestival auch einen Stand mit Mettbrötchen gibt. Jenseits dieses Klassikers bietet das Festival eine bunte Palette, Köttbullar aus Berlin-Kreuzberg mit Fleisch von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall und dazu diverse Soßen und handgemachten Kartoffelstampf. Henrik Möller wünschte sich zwar etwas mehr Publikum. „Etwas wenig Leute findet er“. „Passabel aber ruhig“ sagen Annkathrin Swoboda und Louisa Ernzer vom „Wrap and more“-Mobil. Dennoch lässt sich bereits ein Favorit ausmachen: Chimchangas nennt sich die Kreation aus einem frittierten und mit Salat und Chili con Carne gefüllten Burrito. Zur Zeit der Umfrage spielt noch der VfL. Erst danach soll´s erst richtig losgehen, verspricht Schwager.

„Wie Frikadelle mit Schokolade eben“

Neben Wraps, Burritos oder vietnamesichem Streetfood ist Maksim Novak mit „Schoki on Fruit“ der eigentliche Exot auf dem Platz. Normalerweise überzieht er Früchte mit Schokolade, aber beim Hackfestival muss es auch Hack geben. Also hat er kurzerhand in Schokolade getauchte Fleischbällchen ins Programm genommen. „Man passt sich dem Geschäft an“, sagt er, aber wie steht es um den Publikumsgeschmack? Svenja Füchter und Frederic Lohr sind aus der Nähe von Münster angereist. Ihr Fall sind die Hackpralinen jedenfalls nicht. Svenja probiert eine Hälfte, die andere landet im Müll. Frederic beißt ab und meint „sehr gewöhnungsbedürftig“. Und der zweite Bissen? „Wie Frikadelle mit Schokolade eben“. Beide hätten sich etwas mehr Würze als Kontrast zur Schokolade gewünscht. Dafür fand Lohr die geräucherten Hackbällchen an einem anderen Stand „echt lecker“.

„What the Hack“

Mit dem Motto „What the Hack“ auf ihre weißen Kinder-Schlabber-Lätzchen gedruckt ist ein 30-köpfiges „Team Hamburg“ um 10 Uhr von der Elbe mit dem Bus Richtung Osnabrück gestartet. Das alles für einen Klops? „Ja - Wir wollten mal richtig gut essen gehen“, sagt Corinna Missy schmunzelnd. Ebenfalls mit dabei: Maik Langelhofer und seine Frau Lisa. „Beim Hackfestival muss man dabei sein“, finden sie und geben zu, ihre Truppe sei schon ein wenig verrückt, was allerdings einen ernsten Hintergrund hat. Bereits zum zehnten Mal feiern sie heute den zweiten Geburtstag eines befreundeten Eventmanagers, der damals ein neues Herz bekommen und seither die Parole ausgegeben hat „mehr genießen und nicht nur arbeiten.“ So ziehen sie jedes Jahr durch die Lande und diesmal steht eben nicht Dänemark, sondern Osnabrück auf dem Programm und ausgerechnet hier treffen sie unter anderem … auf den „Hackbaron“ aus Hamburg. Dort hat sich eine Menschentraube gebildet, allerdings ohne weiße Lätzchen. Die Gruppe ist ausgeschwärmt und hat sich über den ganzen Platz verteilt.


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