Zu Gast mit Musik von Bartók, Schumann und Co Neu bei Classic con brio: Das Notos Quartett

Von Jan Kampmeier

Premiere bei Classic con brio: Das Notos Quartett spielt von morgen an vier Konzerte. Foto: Notos QuartettPremiere bei Classic con brio: Das Notos Quartett spielt von morgen an vier Konzerte. Foto: Notos Quartett

Erstmals wird dieses Jahr das Notos Quartett bei Classic con brio spielen. Das Ensemble ist von Sonntag bis Mittwoch in der Stadt und beteiligt sich an insgesamt vier Konzerten.

Das Notos Quartett verdankt seine Einladung einem ganz besonderen Stück, dem Klavierquartett op. 20 des 17-jährigen Bela Bartók. Antonia Köster, die Pianistin des Ensembles, berichtet: „Bevor wir das Stück gespielt haben, ist es auf der Welt überhaupt nur zwei mal erklungen. Einmal mit Bartók selbst, und dann noch einmal in den sechziger Jahren in Ungarn.“ Die Existenz des Werkes war also bekannt, auch der Aufbewahrungsort der Noten.

Diese aber durften nur im Archiv angesehen und nicht kopiert werden, konnten daher auch nicht aufgeführt werden. „Aber wir haben weiter gegraben, uns nicht unterkriegen lassen und durch glückliche Umstände schließlich doch eine Kopie des Manuskripts gefunden, konnten daraus spielen und haben das Stück für unsere erste CD eingespielt.“ Auch in Osnabrück wird das Notos Quartett natürlich Bartók spielen, es wird dann weltweit erst die sechste Aufführung dieses Werkes sein und die zweite in Deutschland.

Die vier Musiker studierten ihre Instrumente zunächst jeder für sich in verschiedenen Städten, kamen aber immer wieder zum Quartettspiel zusammen, belegten Meisterkurse und nahmen erfolgreich an Wettbewerben teil. Letztes Jahr dann belegte das Notos Quartett noch einen gemeinsamen Studiengang speziell für bereits professionell arbeitende Ensembles in Madrid bei Günther Pichler vom Alban Berg-Quartett.

Das Notos Quartett besteht schon seit 2007, als sich die Musiker aus Liebe zum Klavierquartett von Robert Schumann zusammengefunden haben, wie Antonia Köster erzählt. „Wir wollten das alle gerne spielen und haben es dann für einen Kammermusikkurs einstudiert, da waren wir noch Studenten oder sogar Schüler.“ Das Werk gehört ebenfalls zu ihrem Repertoire bei Klassik con brio. Außerdem ist das preisgekrönte Ensemble mit Mozart, Schubert und Brahms zu hören.