Neustart ins Leben im alten Haus Wohnanlage für junge Leute in Osnabrück eingeweiht

Von Ulrike Schmidt


Osnabrück. Altes Haus wird wieder jung: An der Lengericher Landstraße hat die Jugendhilfeeinrichtung Haus am Schlehenbusch der Diakonie Osnabrück in einem mehr als hundert Jahre alten Haus ein neues Wohnangebot für acht junge Erwachsene geschaffen.

„Die Appartements machen Lust auf Selbstständigkeit“, sagte Einrichtungsleiter Ulrich Burke bei der Einweihung. Und genau das ist auch das Ziel des Wohnangebotes: Die jungen Leute werden so gefördert, dass sie ihr Leben später selbstständig gestalten können. Sie brauchen fachliche Hilfe, weil sie mangelhafte familiäre Bindungen, seelische Beeinträchtigungen oder Fluchterfahrung haben.

2006 der erste Umbau

Das 1914/15 erbaute Haus beherbergte seit 1990 eine Wohngruppe des evangelischen Kinderheims am Schölerberg. Für diesen Zweck war es 15 Jahre später aber nicht mehr geeignet, sodass 2006 der erste Umbau erfolgte. Anschließend nutzte das Haus am Schlehenbusch den Bau für junge Leute auf dem Weg in die Selbstständigkeit.

Doch das Haus benötigte eine Komplettsanierung. Deshalb wandte sich der damalige Geschäftsführer Jugendhilfe der Diakonie, Heiner Dirks, an den Geschäftsführer der evangelischen Stiftungen, Johannes Andrews, als Hauseigentümer. Das Haus sei wirklich heruntergekommen gewesen, sagte Andrews, der das Osnabrücker Architekturbüro Planconcept mit der Renovierung und einem Anbau beauftragte.

Unliebsame Überraschungen

Ein hartes Stück Arbeit, zumal der Altbau Eigentümer und Architekten immer wieder vor neue unliebsame Überraschungen stellte. „Über Kosten reden wird heute aber nicht“, sagte Andrews auf Anfrage unserer Redaktion.

Friedemann Pannen, theologische Diakonie-Geschäftsführer segnete die Wohnanlage mit je vier Appartements im Alt- und im Anbau ein, ehe die Gäste mit Erlaubnis einiger junger Bewohner ihre Unterkunft besichtigen durften.

Die evangelischen Stiftungen schenkten ihnen zur Eröffnung eine hölzerne Sitzgruppe der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück. Von den Architekten gab´s einen Kugelgrill.