Lesung zum Auftakt, Hiphop zum Abschluss Popsalon 2018: Die Bands am Freitag

Von Tom Bullmann

Vor drei Jahren war Die Höchste Eisenbahn aus Berlin schon einmal in Osnabrück. Heute kommt sie zum Popsalon wieder.. Foto: Swaantje HehmannVor drei Jahren war Die Höchste Eisenbahn aus Berlin schon einmal in Osnabrück. Heute kommt sie zum Popsalon wieder.. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück.. Der zweite Tag des Popsalon 2018 beginnt mit einem Novum: Thorsten Nagelschmidt liest im Stadtgaleriecafé. Und das Musikprogramm reicht von Singer-Songwriter bis zum Hiphop.

Rückblick in die 90-er: Lesung mit Thorsten Nagelschmidt

Foto: Harald Hoffmann

Der Mann stammt aus Rheine und wurde als Sänger, Gitarrist und Texter der Band Muff Potter bekannt. Jetzt schreibt er Bücher. Im Popsalon blickt er mit seinem Roman „Der Abfall der Herzen“ in die 90er Jahre zurück.

18 Uhr, Stadtgaleriecafé


Wahlberliner aus Kanada: Sam-Vance Law

Foto: J. Konrad Schmidt


Der Wahl-Berliner, der ursprünglich aus Kanada stammt, präsentiert im Popsalon sein aktuelles Album „Homotopia“, eine klingende Auseinandersetzung mit dem Leben als schwuler Musiker. Sam Vance-Law mag klassische Musik, ist aber im Pop geerdet. Er liebt es flockig und nicht zu ernst: „Man kann keine Angst haben, während man lacht“, hat er sich zum Motto gemacht. 

20 Uhr, Lagerhalle


Melancholie der grünen Insel: Ryan O'Reilly

Foto: Matthijs van der Ven

Der Name deutet es an: Der Brite Ryan O´Reilly hat irische Eltern und so sind seine Songs von der Melancholie der grünen Insel geprägt. Er setzt sich in seinen Liedern mit den Katastrophen auseinander, die das Leben mit sich bringt. Offenbar hat er Probleme mit der Oberflächlichkeit seiner Mitmenschen und dem Einfluss des Internets auf den Alltag. Solche Themen bettet er in herrliche Popsongs mit Streichern und Mandolinen. 

20 Uhr, Haus der Jugend


Erwachsene Popmusik aus Berlin: Höchste Eisenbahn

Foto: Swaantje Hehmann

In Osnabrück keine Unbekannten: Alle zwei Jahre beehrt Die Höchste Eisenbahn einen Club der Stadt. Mit ihrer „erwachsenen Popmusik“ erreichen die Berliner immer mehr begeisterte Zuhörer, sodass in diesem Jahr das Haus der Jugend zum Veranstaltungsort im Rahmen des Popsalons erkoren wurde. „Unsere Liebe wird aufgehen wie ein Blume“ singen Francesco Wilking und Moritz Krämer. Wenn das keine Lyrik ist…

21:30 Uhr, Haus der Jugend


Vom Folk zu Elektro: J. Bernhardt

Foto: Athos Burez

Belgien ist in diesem Jahr ein Schwerpunkt im Popsalon. So kommt auch J. Bernardt aus unserem Nachbarland. Fans der belgischen Indieband Balthazar ist J. Bernardt eher bekannt als Jinte Deprez, der dort zusammen mit Maarten Devoldere für den charakteristischen Gesang der Band zuständig ist. Seit einiger Zeit wandelt er auf Solopfaden, um sich vom Folk wegzubewegen und seine Musik auf elektronische Weise zu generieren.

22 Uhr, Lagerhalle


Fluffig und nachdenklich: Yukno

Foto: Luca Fuchs

Zwei Brüder aus der Steiermark haben sich in den Kopf gesetzt, ihre nachdenklichen Texte in fluffige Popmusik zu betten, die sie mit Synthesizer und Bass erzeugen: Nikolaus und Georg Nöhrer. Als Yukno sind die Österreicher unterwegs und es ist eine wahre Freude, live zu erleben, wie sie ihren Weg fort von den Partyprovokateuren hin zu einem ernst zu nehmenden Pop-Duo gehen. 

22:30 Uhr, Kleine Freiheit


Nachdenkliche Reime: Hiphop mit Johnny Rakete

Foto: Emil Levy Z. Schramm

Er sieht aus wie ein verstrahlter Hippie, ist aber ganz im realen Leben verortet: Johnny Rakete stammt aus Fürth und hat sich dem HipHop verschrieben. Da gibt es keine Möchtegern-Gangster-Texte zu hören, sondern nachdenkliche Reime zu Beats, die ein wenig an die 90er erinnern, als Rap noch in den Kinderschuhen steckte.

0 Uhr, Kleine Freiheit