192 Beutelspender in Osnabrück Dog Stations: Wie werden sie im Stadtgebiet verteilt?

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Wenn Bello sein Geschäft erledigt, muss Frauchen es entfernen. In Osnabrück gibt es 192 Beutelspender, um den Hundekot zu entsorgen. Archivfoto: Rainer Jensen/dpaWenn Bello sein Geschäft erledigt, muss Frauchen es entfernen. In Osnabrück gibt es 192 Beutelspender, um den Hundekot zu entsorgen. Archivfoto: Rainer Jensen/dpa

Osnabrück . Wenn der Hund sein Geschäft erledigt, muss es entfernt werden. Es soll ja nicht auf Gehwegen und Grünstreifen liegen bleiben. Zur Entsorgung des Hundekots gibt es Beutelspender – jedoch nicht überall. Ein Überblick, nach welchen Kriterien diese aufgestellt werden und wie viele es davon in Osnabrück gibt.

Sie sind ein Ärgernis: Hundebesitzer, die das große Geschäft ihrer Vierbeiner beim Spaziergang nicht einsammeln. Beim täglichen Geschäft der Fellnasen besteht Beseitigungspflicht. Wenn sich ein Hundehalter weigert, den Hundekot zu entfernen und dabei erwischt wird, muss er ein Bußgeld zahlen. „In der Regel liegt der Betrag bei 50 Euro“, sagt Gerhard Meyering vom Referat für Medien und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Osnabrück. Der Pflicht können Halter ohne großen Aufwand nachkommen: In vielen Parks und anderen öffentlichen Stellen, an denen häufig Hunde ausgeführt werden, gibt es sogenannte Dog Stations, aus denen man Beutel ziehen kann, um Hundehaufen leicht zu entsorgen. Und die Finger bleiben sauber.

Hundebesitzerin Lisa-Marie Hafkemeyer hat festgestellt, dass in Osnabrück Pye solche Beutel rar gesät sind. Dort sieht sie auf Gehwegen und Grünstreifen viele Hundehaufen – jedoch nicht die dazugehörigen Beutelstationen. Je nachdem, wie intensiv eine Fläche von Hunden genutzt wird und wie umfangreich die Verunreinigungen sind, werden solche Stationen nach Angaben der Stadt aufgestellt. Dieses Aufkommen wird auf der Basis von Anregungen aus der Bevölkerung ermittelt. In Pye sei eine Anschaffung dieser Stationen bislang allerdings nicht in Frage gekommen. Die meisten Stadtteile sind durchschnittlich bis gut mit Beutelstationen versorgt. Viele sind in der Innenstadt, am Schölerberg oder Westerberg aufgestellt. In Lüstringen, der Gartlage oder am Rand von Pye befinden sich hingegen nur wenige – in Nahne keine einzige.

192 Beutelspender in Osnabrück

Bezahlt werden die Beutelspender nicht etwa aus der Hundesteuer. Als öffentlich-rechtliche Abgabe ist diese an keine bestimmte Leistung geknüpft: Nur weil sie den Hund im Namen trägt, werden daraus keine Belange zum Wohle der Vierbeiner finanziert. Stattdessen kommen die Gelder dafür aus dem Städtischen Haushalt und vom Medienhaus Ströer, wie Monika Nestmann von der Stadt Osnabrück mitteilt. Die Firma ist Vertragspartner der Stadt und beteiligt sich an den Beutelspendern zu großen Teilen. Das ist als Zusatzleistung Bestandteil eines Werberechtsvertrags, erklärt Andrea Breyther, die PR-Managerin der Firma. Neben der Anschaffung und Wartung der Hundestationen zählen zu diesen Leistungen unter anderem die Bereitstellung des öffentlichen WLAN-Netzes in Kooperation mit der Stadt oder das Entfernen wilder Plakatierung.

In Osnabrück gibt es 192 Hundekotbeutelspender. Die Karte zeigt ihre Verteilung im Stadtgebiet. Grafik: Sascha Nabrotzky

Von den 192 Beutelstationen, die in Osnabrück aufgestellt sind, betreut Ströer 150. Diese wurden 2017 durchschnittlich mit rund 19.000 Beuteln pro Woche befüllt. Im Dezember 2017 kamen auf diese Menge an Beuteln insgesamt 6158 Hunde, die in Osnabrück zur Hundesteuer angemeldet sind.


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