Scheuer kündigt Hilfe an Bundesgeld für Osnabrücker E-Bus-Flotte?

Von Henning Baethge

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Die elektrischen Gelenkbusse der Firma VDL für den Stadtbusverkehr in Osnabrück. Foto: Stadtwerke OsnabrückDie elektrischen Gelenkbusse der Firma VDL für den Stadtbusverkehr in Osnabrück. Foto: Stadtwerke Osnabrück

Berlin. Bei ihren Plänen für eine Umstellung der öffentlichen Busflotte und des städtischen Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge können die Stadtwerke und die Stadt Osnabrück mit Fördermitteln aus dem Etat von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer rechnen.

„Unser Ziel ist es, dass alle Städte, die Anträge gestellt haben, auch gefördert werden“, sagte Scheuers Referatsleiter für Elektromobilität, Jürgen Papajewski, unserer Redaktion gestern auf einer Veranstaltung im Verkehrsressort in Berlin.

Die Stadtwerke haben beim Bund Zuschüsse für 13 neue Elektrobusse beantragt, die Stadt für 29 Elektro-Pkw. Zudem soll die Ladeinfrastruktur in Osnabrück mithilfe von Bundesgeld ausgebaut werden. So will die Stadt es schaffen, die Luft sauberer zu machen und den Grenzwert von höchstens 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft einzuhalten, der bisher an den Messstellen am Schlosswall und am Neumarkt um durchschnittlich sechs Mikrogramm überschritten wird. Verantwortlich dafür sind vor allem die Dieselabgase der Autos. Derzeit fahren in Osnabrück nach Scheuers Zahlen 126 Dieselbusse und gut 27500 Diesel-Pkw.

Mehr Mittel in Aussicht

Zwar kann die Förderung vom Bund nach derzeitigem Stand nicht allzu hoch ausfallen: Das Programm für Elektromobilität umfasst 175 Millionen Euro und hat schon bei 72 Städten Interesse gefunden. Und die ersten 20 Millionen Euro hat Scheuer Anfang dieser Woche schon für vier große Projekte bewilligt – daher bleiben im Schnitt rechnerisch nur noch gut zwei Millionen Euro für jede Stadt übrig. Doch stellte der CSU-Minister gestern in Aussicht, dass die Mittel aufgestockt werden. „Wir wollen das Programm fortschreiben“, sagte er, ohne allerdings einen konkreten Betrag zu nennen.

Gleichzeitig zeigte Scheuer sich überzeugt, dass alle 66 deutschen Städte, die den Stickoxid-Grenzwert derzeit noch überschreiten, die Belastung bis 2020 auf das zulässige Maß reduzieren werden. Für Städte wie Osnabrück, die mit 46 Mikrogramm nur knapp über dem zulässigen Grenzwert liegen, rechnet er sogar mit noch schnellerem Erfolg. „Bei einem Wert von 46 wird unser Konzept sich schon sehr bald positiv auswirken“, sagte Scheuer.


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