„Gay in May“ in Osnabrück Elfi Scho-Antwerpes erhält Rosa-Courage-Preis

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Die Kulturtage „Gay in May“ finden in diesem Jahr vom 1. Mai bis 6. Juni statt. Motto: „Zeit für Anerkennung“. Die Organisatoren gaben auch bereits die Preisträgerin des diesjährigen „Rosa Courage“-Preises bekannt. Archivfoto: Swaantje HehmannDie Kulturtage „Gay in May“ finden in diesem Jahr vom 1. Mai bis 6. Juni statt. Motto: „Zeit für Anerkennung“. Die Organisatoren gaben auch bereits die Preisträgerin des diesjährigen „Rosa Courage“-Preises bekannt. Archivfoto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Die Kulturtage „Gay in May“ finden in diesem Jahr vom 1. Mai bis 6. Juni statt. Motto: „Zeit für Anerkennung“. Während der Veranstaltung wird auch der Rosa-Courage-Preis vergeben. Das teilten die Organisatoren mit.

Vorträgen, Filme, Lesungen, Partys und Events: Mehr als 40 Veranstaltungen wird es in diesem Jahr geben. Ein Höhepunkt wird die Verleihung des „Rosa Courage“-Preises sein. Er geht in diesem Jahr an Elfi Scho-Antwerpes. Am 4. Mai um 18 Uhr im Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses verliehen. Die Politikerin wird für ihren langjährigen politischen und gesellschaftlichen Einsatz für Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle geehrt. Elfi Scho-Antwerpes trage mit ihrem Engagement einen großen Teil zur Anerkennung in der Gesellschaft bei, schreiben die Organisatoren.

Elfi Scho-Antwerpes. Foto: imago/Manngold

Im vergangenen Jahr hatte der Grünen-Politiker Volker Beck den Preis erhalten. Claudia Roth hatte überraschend die Laudatio gehalten.

„Gleiches Recht nicht gleichbedeutend mit gleicher Behandlung“

In diesem Jahr lautet das Motto der Kulturtage „Zeit für Anerkennung“. „Nachdem die Ehe für Alle im letzten Jahr auf einmal ganz schnell beschlossen wurde, besteht vor dem Gesetz weitestgehend eine Gleichberechtigung von Lesben und Schwulen. Doch damit ist das Ziel noch lange nicht erreicht. Gerade durch die Öffnung der Ehe treten immer mehr Kritiker in die Öffentlichkeit und versuchen, Schwulen, Lesben, trans- und intersexuellen Menschen ihre Daseinsberechtigung abzusprechen“, schreiben die Organisatoren. „Was in den letzten Jahren als Errungenschaften verbucht wurde, droht in der Gesellschaft wieder zu verschwinden.“ Mit dem Motto möchten die Organisatoren aufrütteln und „auch etwas provozieren“. Denn gleiche Rechte würden nicht mit gleicher Behandlung in der Gesellschaft einhergehen. „Ist der Ruf nach Anerkennung eine Kampfansage, eine Bitte oder eine Provokation? Jeder soll selbst entscheiden, wie er das Motto interpretiert.“

Weitere Informationen sowie das detaillierte Programm sind unter www.gayinmay.de zu finden.


Die „Rosa Courage“-Preisträgerinnen und Preisträger

  • 1992: Dr. Gisela Bleibtreu-Ehrenberg (Wissenschaftliches und publizistisches Engagement)
  • 1993: Andreas Meyer-Hanno (Schwulenaktivist; Stiftungsgründer; kulturelles Engagement)
  • 1994: „Waldschlösschen“/ Dr. Rainer Marbach (Institution der Schwulenbegegnungsstätte)
  • 1995: Claudia Roth (Initiierte Antidiskriminierungs-Gesetzgebung der Europäischen Union)
  • 1996: Hans Georg Wiedemann (Mitbegründer der HuK/Homosexuelle und Kirche)
  • 1997: Claudia Schoppmann (Aufklärungsengagement zur schwul-lesbischen Historie)
  • 1998: Egmont Fassbinder (Gründer des Verlages „Rosa Winkel“)
  • 1999: Maria Sabine Augstein (Spezialistin für Rechtsprobleme Transsexueller)
  • 2000: Yachad Deutschland (Gleichberechtigung von jüd. Schwulen/Lesben/Transsexuellen)
  • 2001: Christian Schenk (Engagement in der DDR- Opposition und im Bundestag)
  • 2002: Wieland Speck (Männeremanzipation und homosexuelle Identität im Film)
  • 2003: Carolina Brauckmann (Liedermacherin/Lesbisches Leben im Chanson)
  • 2004: Lutz van Dijk (Schriftstellerisches und persönliches Engagement für Homosexuelle)
  • 2005: Maren Kroymann (Öffentliches Outing als Prominente/ kritische Kabarettistin)
  • 2006: Hans Hengelein (Schwulenreferent im Niedersächsischen Sozialministerium)
  • 2007: Brigitte Zypries (Mitgestaltung des Lebenspartnerschaftsgesetztes)
  • 2008: Rosa von Praunheim (Anstoß zur politischen Homosexuellenbewegung/Filmregisseur)
  • 2009: Hella von Sinnen und Cornelia Scheel (Aktion Standesamt – Setzten ihre Prominenz für mehr Toleranz für Homosexuelle ein)
  • 2010: Ralf König (Kritische u. humorvolle Comics über Homosexuelle und ihre Themen)
  • 2011: Karen-Susan Fessel (Schriftstellerisches Engagement gegen Diskriminierung)
  • 2012: Manfred Bruns (Engagement für Rechte Homosexueller, speziell Lebenspartnerschaftsgesetz, und für Menschen mit HIV und AIDS)
  • 2013: Ulrike Lunacek (Einsatz für Homosexuelle u.a. in Osteuropa; prominentes Beispiel für ein Stück Normalität)
  • 2014: Coming Out (Bürgerrechtsgruppe aus St. Petersburg, Russland)
  • 2015: Klaus Wowereit (Einsatz für LGBTI-Rechte als erster offen schwul lebender Spitzenpolitiker in Deutschland)
  • 2016: Liz Frank und Elizabeth Khaxas (Frauenrechtsarbeit in Namibia und darüber hinaus im südlichen Afrika)
  • 2017: Volker Beck
  • 2018: Elfi Scho-Antwerpes

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