„Osnabrück klingt gut“ Bürgerstiftung Osnabrück stellt 15000 Euro für Musiker zur Verfügung

Von Robert Schäfer

Werben für die Initiative der Bürgerstiftung: Todor Todorovic, Carsten Zündorf, Dorit Schleissing, Ulrike Burghardt und Elisabeth Greve (von links). Foto: Michael GründelWerben für die Initiative der Bürgerstiftung: Todor Todorovic, Carsten Zündorf, Dorit Schleissing, Ulrike Burghardt und Elisabeth Greve (von links). Foto: Michael Gründel

Osnabrück. 15000 Euro stellt die Bürgerstiftung Osnabrück in diesem Jahr für den neuen Förderschwerpunkt zur Verfügung. Ab Freitag können sich Musikprojekte aus der Stadt bei der Stiftung bewerben. Für die Jury konnte die Bürgerstiftung bekannte Gesichter der Osnabrücker Musikszene gewinnen.

Osnabrück. Die Bürgerstiftung Osnabrück hat auch für das Jahr 2018 einen neuen Förderschwerpunkt gesetzt. In diesem Jahr sollen unter dem Motto „Osnabrück klingt gut“ Musiker und musikalische Projekte in der Hasestadt gefördert werden. 15000 Euro stehen dafür bereit. Gefördert werden sollen Menschen, die in einer Initiative, einer Musikgruppe, einer Arbeitsgemeinschaft oder einer Band gemeinsam mit anderen als Amateure musizieren. Egal ob mit Instrumenten, Stimmen oder auf andere Weise: „Wir wollen die Stadt zum Klingen bringen“, sagte Ulrike Burghardt, stellvertretende Vorsitzende der Bürgerstiftung am Mittwoch im Rahmen der Vorstellung der Aktion. „Musik ist nicht nur ein organisiertes Schallereignis, sondern hat etwas Emotionales.“ Mit der Aktion wolle man helfen, ein Grundbedürfnis zu befriedigen.

 

Von Freitag an können sich die Musiker der Region über die Internetseite der Bürgerstiftung www.buergerstiftung-os.de bewerben. Über eine mögliche Förderung entscheidet dann der Vorstand der Stiftung. Als Jury konnten drei echte Fachleute aus dem Bereich Osnabrücker Musik gewonnen werden. Musikerurgestein Todor „Tosho“ Todorovic, Kirchenmusikdirektor Carsten Züdorf und Konzertdramaturgin Dorit Schleissing werden die eingehenden Bewerbungen bewerten und entsprechende Empfehlungen erteilen.

 

„Osnabrück hat sich in den letzten 15 Jahren erfreulich entwickelt“, meinte Todorovic. Osnabrück bebe geradezu. „Neue Ideen bereichern die Szene“, meint der Vollblutmusiker, der selbst immer wieder über den Tellerrand schaut. Die „unglaubliche Bandbreite der Musik“ ist auch Schleissing aufgefallen. „Pop, Klassik, Weltmusik - da ist enormes Potential.“ Die stärker werdende Musikszene bringe aber auch ein Problem auf den Tisch, meinte Zündorf. „Auf allen Gebieten sind Fördermittel rückläufig, die Zahl der Antragsteller wird größer.“ Gerade aus diesem Grund würde sich die Bürgerstiftung auch noch über weitere Spenden für den Fördertopf freuen.

 

Bis zum 28. Mai können sich die Musikprojekte der Stadt nun bei der Bürgerstiftung um eine Förderung bewerben. Die Jury wird dann die Einsendungen sichten und bewerten. Ende Juni soll dann die endgültige Entscheidung fallen und die geförderten Projekte vorgestellt werden.

 

Seit 2014 gibt es in jedem Jahr einen anderen Förderschwerpunkt der Bürgerstiftung. So standen unter anderem das Thema Integration oder im vergangenen Jahr das Thema „Über den Tellerrand“ im Mittelpunkt, bei dem Lehrer Unterstützung für ihre AGs bekommen konnten.