Kreisparteitag der CDU Brickweddes letzte Amtszeit als Osnabrücker CDU-Chef

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Osnabrück. Fritz Brickwedde ist erneut zum Vorsitzenden der Stadt-CDU gewählt worden. 87 der 99 abgegebenen Stimmen entfielen beim Kreisparteitag auf den 69-Jährigen, der in zwei Jahren nicht wieder kandidieren will.

„Wenn diese Amtszeit vorbei ist, bin ich zehn Jahre Kreisvorsitzender gewesen“, sagte Brickwedde nach der Wahl. Dann sei der Zeitpunkt gekommen, die Verantwortung in jüngere Hände zu geben. Denkbare Anwärter für das Spitzenamt gibt es in der Osnabrücker CDU reichlich, wie die weiteren Wahlen für den Vorstand zeigten. Marius Keite, Mitglied des Bundesvorstandes der Jungen Union, und die Ratsvorsitzende Eva-Maria Westermann wurden in ihren Vizeämtern bestätigt. Neu in den engeren Vorstand rückt Günter Sandfort auf. Der 54-Jährige löst Anette Meyer zu Strohen ab, die nicht wieder kandidiert hatte. Neue Schatzmeisterin ist Jutta Echterhoff-Beeke, die auf Claudia Galitz folgt, die aus privaten Gründen das Amt abgegeben hatte. Jutta Echterhoff-Beeke ist 47 Jahre alt, geschäftsführende Gesellschafterin der Echterhoff Bauunternehmensgruppe und bisher vor allem schulpolitisch aktiv.

Die Parteikasse ist durch drei Wahlkämpfe in den vergangenen zwei Jahren strapaziert worden, sagte Fritz Brickwedde, der in Vertretung von Claudia Galitz die Finanzlage erläuterte. Er betonte: „Wir sind ganz auf uns allein gestellt, es gibt keine staatliche Finanzierung für den Stadtverband.“ Auch vom Bundes- oder Landesverband gebe es kein Geld, im Gegenteil: „Wir führen jeden Monat 2000 Euro nach oben ab“. Alle Ausgaben müssten durch Beiträge und Spenden gedeckt werden. Dank „extremer Sparsamkeit“ sei es gelungen, bei Gesamtausgaben von 167000 Euro einen Überschuss von 18000 Euro zu verbuchen.

Zuvor hatte Brickwedde in einem kommunalpolischen Rückblick die Schwerpunkte der CDU-Politik skizziert. „Wir sind die Erfinder des Wohnbauprogramms ‚3000 Wohneinheiten‘“, sagte Brickwedde. Der CDU sei es zu verdanken, dass das Thema Wohnungsnot früh und mit der nötigen Priorität auf die Tagesordnung gekommen sei. Der Rückgang der Kundenfrequenz in der Innenstand um fast zwölf Prozent binnen eines Jahres sei ein „Warnsignal“. Die Stadt müsse für Kundschaft von außen mit dem Auto gut erreichbar bleiben, Tempo 30 und Fahrverbote für Diesel dürfe es nicht geben. Die CDU sei die Partei der Wirtschaftsförderung: „Viele wissen es gar nicht: Die CDU hat verhindert, dass die Gewerbesteuer erhöht wurde, wie von der SPD gefordert.“ Die CDU habe vorgeschlagen und durchgesetzt, jährlich 20 Millionen Euro in die Schulen zu investieren. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert berichtete aus dem Rathaus, der Bundestagsabgeordnete Mathias Middelberg von der Arbeit in Berlin.


Erweiterter CDU-Vorstand

Zu Beisitzern wurden gewählt: Max Assmann, Markus Baron, Frederik-Bengt Blomeyer, Stefan Ebeling, Rita Feldkamp, Andres Heinemann, Verena Kämmerling, Patricia Menke, Thomas Niemann, Nina Peiler, Sven Schoppenhorst, Clarissa Wernicke. Als Vertreter der Vereinigungen der CDU gehören dem Vorstand an: Carsten Bente für die Christlich Demokratischen Arbeitnehmer, Dieter Klahsen für die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung, Christopher Peiler als Vertreter der Jungen Union, Christoph Bertels für die Kommunalpolitische Vereinigung, Franz-Josef Schwack für die Senioren Union und Brigitte Neumann für die Frauen Union. Dr. Christian Münzer wählte der Parteitag zum Mitgliederbeauftragten.

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