Rock in Ruhrpott-Deutsch Herbert Knebels Affentheater rockt in der Osnabrück-Halle

Von Thomas Wübker

Mit Verstärkung von der Familie Popolski kommt Herbert Knebels Affentheater am Samstag nach Osnabrück und spielt das Konzert-Programm „Rocken bis qualmt“. Foto: Thomas WillemsenMit Verstärkung von der Familie Popolski kommt Herbert Knebels Affentheater am Samstag nach Osnabrück und spielt das Konzert-Programm „Rocken bis qualmt“. Foto: Thomas Willemsen

Osnabrück. Keine Comedy-Show, sondern ein reines Musik-Programm spielt Herbert Knebels Affentheater am Samstag, 21. April, in der Osnabrück-Halle. Mit Unterstützung der Bläser-Sektion der Familie Popolski heißt es: „Rocken bis qualmt“.

Das Affentheater nimmt sich Rock-Klassiker aus den Sechziger- und Siebzigerjahren vor und versieht sie mit Texten im besten Ruhrgebiets-Deutsch. So wird aus Deep Purples „Smoke on the Water“ das Stück „Rauch ausse Wohnung“ und AC/DC’s Party-Kracher „Highway to Hell“ wird mit dem Titel „Auf‘m Heimweg zu schnell“ zu einem Bericht, wie Herbert Knebel mit der Verkehrspolizei in Konflikt gerät. Auch andere Klassiker wie „Lola“ von den Kinks oder „Papa was a Rolling Stone“ (Ruhrpott-Deutsch: „Papa war bei de Rolling Stones“) von den Temptations hat sich das Affentheater vorgeknöpft.

Andere Evergreens werden auf eine besondere Art und Weise verarbeitet. So singt Herbert Knebel alias Uwe Lyko stilecht im weißen Glitzeranzug „Suspicious Minds“, das im Original von Elvis Presley gesungen wurde. Da können er und seine Mitstreiter zeigen, dass sie nicht nur gute Komödianten, sondern auch gute Musiker sind.

Geschichten zwischen den Liedern

Apropos: Den Komiker in sich kann Knebel natürlich nicht mundtot machen. Er erzählt zwischen den Liedern auch immer wieder Geschichten. Den Zuschauern in Düren hat er laut Aachener Nachrichten den Bären aufgebunden, dass er und nicht Bob Dylan der Autor der Friedenshymne „Blowin‘ in the Wind“ ist. Er habe seinen Dylan in den Sechzigerjahren bei einem Ferienzeltlager der Arbeiterwohlfahrt im Sauerland kennengelernt. Dort habe er den Song geschrieben – nach dem gemeinsamen Verzehr einer Erbsensuppe.

Im September feiert Herbert Knebels Affentheater mit dem Comedy-Programm „Ausser Rand und Band“ Premiere. Am 7. November gastiert die Truppe damit in Bünde.

Herbert Knebels Affentheater, Osnabrückhalle, Osnabrück, Sa., 21. 4., 20 Uhr, Eintritt: 29,85 bis 35,95 Euro, Karten erhältlich unter www.deinticket.de oder Tel. 0541/349024.