zuletzt aktualisiert vor

Bund und Land zahlen Radschnellweg Osnabrück-Belm: Die ersten 500 Meter sind fertig

Von Rainer Lahmann-Lammert

Freie Fahrt: Der erste Abschnitt des Radschnellweges an der Schlachthofstraße ist fertig. Foto: Jörn MartensFreie Fahrt: Der erste Abschnitt des Radschnellweges an der Schlachthofstraße ist fertig. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Wer einen Vorgeschmack auf den Radschnellweg von Osnabrück nach Belm bekommen will, kann schon mal das erste Teilstück testen. An der Schlachthofstraße sind 500 Meter der Rennstrecke fertig – und werden bereits eifrig genutzt.

Schnell wie der Blitz sollen sich die Radler ja demnächst nach Belm beamen können. Deshalb baut die Stadt mit Unterstützung von Bund und Land eine Velopiste durch die Gartlage und den Schinkelberg. Auf dem nagelneuen Fahrrad-Highway können sich die Pedelec- und Sportpiloten über einen topfebenen Asphalt freuen, wie er sonst nur Autofahrern auf neuen Straßen geboten wird.

Mit dem weiteren Ausbau soll es zügig weitergehen, wie Stadtbaurat Frank Otte erklärt. Fördergelder für die weiteren Bauabschnitte seien schon zugesagt bzw. beantragt, die Ausführungsplanung laufe bereits. Mit den nächsten Bauarbeiten soll die Lücke zum Bahndamm entlang der DB-Strecke nach Bremen geschlossen werden. Dabei führt der Radschnellweg über das Gelände der Halle Gartlage. Für die Planer war das nur die zweitbeste Lösung, aber der Ankauf von Flächen für die 1A-Trasse sei „trotz intensiver Verhandlungen mit dem Eigentümer“ gescheitert, bedauert der Stadtbaurat.

Die 6,4 km lange Radverbindung zwischen Osnabrück und Belm ist zum größten Teil schon jetzt befahrbar, allerdings noch nicht in dem Zustand, der schnelles Fahren ermöglicht. 7,5 Millionen Euro haben die Planer für den Bau kalkuliert, und sie rechnen damit, dass Bund und Land 90 Prozent davon übernehmen. Als Modellprojekt für das Klimaschutzprogramm soll der Radschnellweg möglichst viele Pendler bewegen, vom Auto aufs Rad oder Pedelec zu steigen. Nach den Prognosen werden täglich etwa 1700 Radler über den Asphalt flitzen.

An einigen Stellen müssen aber noch Konflikte aus der Welt geschafft werden, etwa am Kalkrieser Weg. Dort münden Garagen- und Grundstücksausfahrten auf den künftigen Schnellweg. Die Stadt will demnächst Versammlungen einberufen, um gemeinsam mit den Anliegern nach einer guten Lösung zu suchen.

Eine kleinere Herausforderung ist dagegen der vordere Teil der Schlachthofstraße. Radler, die sich auf das holprige Pflaster wagen, werden kräftig durchgeschüttelt. Aber nicht mehr lange, meint Jürgen Schmidt vom Fachdienst Straßenbau. Noch in diesem Jahr soll auch dieser Abschnitt einen fahrradfreundlichen Belag bekommen.