Hausverbot nach dem Zerwürfnis Sandgrube König: Ex-Chefin bedauert Straßen-Panne in Gretesch

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Die Baustraße zerbröselt schon: Bewohner der Vinckestraße und der Dehlerstraße in Gretesch fordern, dass die Straßendecke endlich fertiggestellt wird.  Foto: Thomas OsterfeldDie Baustraße zerbröselt schon: Bewohner der Vinckestraße und der Dehlerstraße in Gretesch fordern, dass die Straßendecke endlich fertiggestellt wird. Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. Liegt es am Geld, dass die Anwohner der Vinckestraße und der Dehlerstraße in Gretesch noch immer auf die Fertigstellung ihrer Straße warten? Diese Frage beschäftigt auch Corinna König, die als Geschäftsführerin der König Verwaltungsgesellschaft mbH einen Teil der Kaufverträge unterschrieben hat. Sie bedauert jedoch, dass ihr die Einsichtnahme in die Geschäftsunterlagen verweigert werde.

Die kleine Siedlung in der früheren Sandgrube wurde nicht – wie sonst allgemein üblich – von der Stadt erschlossen, sondern im Auftrag der früheren Eigentümergesellschaft, der Firma König, die in Georgsmarienhütte ein Betonsteinwerk betreibt. In den Kaufverträgen hat sich das Unternehmen gegenüber den 23 Häuslebauern verpflichtet, die Straße bis spätestens 2015 zu bauen. Das ist jedoch nicht geschehen.

Corinna König, laut Handelsregister noch immer Mitgesellschafterin des Unternehmens, bedauert diese Verzögerungen. Sie habe im Februar 2016 freiwillig die Geschäftsleitung niedergelegt, nachdem es zu einem Zerwürfnis mit ihrem Ehemann Michael König gekommen sei, erklärte sie am Dienstag gegenüber unserer Redaktion. Für die Firma sei ihr ein Hausverbot ausgesprochen worden, doch das habe keine Rechtsverbindlichkeit.

Die ehemalige Geschäftsführerin betont, dass sie seit August 2016 die Unterlagen aus dem Geschäftsbetrieb einfordere, aber ihr Ehemann verweigere ihr ebenso die Auskunft wie die Bank. Obwohl sie noch immer Gesellschafterin sei, würden ihr nicht einmal die Bilanzen zur Verfügung gestellt. Corinna König, die jetzt in Bissendorf lebt und nach eigenen Angaben auf die finanzielle Unterstützung ihrer Eltern angewiesen ist, äußert Verständnis für die Anlieger aus der Sandgrube. Die Firma König sei dringend gefordert, ihre vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den Grundstückseigentümern zu erfüllen.


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