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10.04.2018, 18:00 Uhr WENIGER PASSANTEN

Der Handelsstandort Osnabrück wird schlechtgeredet

Kommentar von Wilfried Hinrichs

Foto: Michael GründelFoto: Michael Gründel

Osnabrück. Fast zwölf Prozent weniger Besucher in der Innenstadt von Osnabrück: Das ist Alarmzeichen für den Einzelhandel aber auch für alle, die im politischen Streit das Augenmaß verloren haben.

Bei aller berechtigten Kritik an der Verkehrspolitik in Osnabrück und einer manchmal unzureichenden Koordination der Baustellen: Ton und Schärfe der Debatte gehen mitunter weit an der Realität vorbei.

Kritiker, die sich gern sozialer Medien bedienen, kennen oft keine Zwischentöne, sondern stehen „immer“ im Stau, kommen „nie“ pünktlich an und ärgern sich „jeden Tag“ über die angebliche Unfähigkeit der Verkehrsplaner. Diesen Absolutheitsanspruch erheben übrigens motorisierte Nörgler genauso wie Kampfradler. Zu oft schlägt dieser Ton auch auf die politische Debatte über – mit dem Effekt, dass der Handelsstandort öffentlich schlecht geredet wird und Besucher abschreckt. Etwas weniger Emotionalität und etwas mehr Sachlichkeit, bitte. Das täte dem Image der Stadt gut.


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