Oberbürgermeister auf Firmenbesuch Griesert besucht Osnabrücker Burger-Start-up Bulldog

Von Dietmar Kröger

Burger einmal anders (v.l.): Koch Ronny Piske, Geschäftsführer Waldemar Schmidt, Wolfgang Griesert und Gesellschafter Christian Hampe kredenzten beim OB-Firmenbesuch Bulldog-Burger. Foto: David EbenerBurger einmal anders (v.l.): Koch Ronny Piske, Geschäftsführer Waldemar Schmidt, Wolfgang Griesert und Gesellschafter Christian Hampe kredenzten beim OB-Firmenbesuch Bulldog-Burger. Foto: David Ebener

Osnabrück. „Burger vom ‚Burger-Meister‘.“ O.k., das ist ein schlechter Kalauer, aber der drängt sich halt auf, wenn Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert im Zuge seiner regelmäßigen Firmenbesuche eine Visite bei Osnabrücks jüngster kulinarischer Neugründung, der Firma Bulldog, macht. Das Unternehmen mit Keimzelle an der Pagenstecher Straße steht kurz vor der Eröffnung seiner ersten Filiale im Modehaus L&T.

In den ersten Minuten des Besuchs in dem amerikanisch gestylten Laden kann sich der Beobachter des Gefühls nicht erwehren, dass alle Beteiligten ein kleines Bisschen überrascht sind, dass sich der Oberbürgermeister für einen Burgerbräter interessiert. Aber es war Grieserts Wunsch, sich mit den Unternehmensgründern zu unterhalten und sich von Ihnen ihr Konzept erläutern zu lassen.

Glaube ans Konzept

Und in der Tat: Der Besuch fördert zutage, was sich dem Außenstehenden vielleicht auf den ersten Blick nicht so schnell erschließt. Da wäre zum einen die Tatsache, dass da zwei Männer, Waldemar Schmidt und Christian Hampe, hingehen und sich auf einem Markt versuchen, in dem die Konkurrenz nicht gerade auf dem Baum schläft. Warum? „Wir glauben an unser Konzept“, sagen die beiden. Und das heißt? „Keine Tiefkühlware. Wir setzen auf frisch zubereitete regionale Produkte.“ Und so finden sich der OB und die ihn begleitende Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung, Marina Heuermann, unversehens im Bulldog-Kühlraum wieder. Hier sind die frischen Rindfleischstücke aus der Fleischerei Mandel gelagert, die allmorgendlich von der Frühschicht mittels Fleischwolf zu Burger-Rohlingen verarbeitet werden.

Bundesweite Burger-Blüte

Der Burger erlebe außerhalb der Fastfoodketten derzeit eine Blüte, erläutern Geschäftsführer Schmidt und Gesellschafter Hampe. Dabei zählt die hohe Wertigkeit der Produkte. Und das heißt, dass eben keine standardisierten Fertigburger vor dem Gast abgestellt werden, sondern Kompositionen aus hochwertigen Zutaten, die frisch zubereitet sind. „Das Fleisch wird erst auf dem Grill mit Salz und Pfeffer gewürzt“, sagt Schmidt. Schließlich solle der Eigengeschmack des Fleisches erhalten bleiben. Schmidt und Hampe sind sich sicher, das ihr Lokal eben jene Gäste besuchen, die den besonderen Burger zu schätzen wissen. Dementsprechend kommen die Gäste nicht nur aus Osnabrück, sondern auch aus dem weiteren Umfeld.

Hot Dog

Der Qualitätsanspruch gilt übrigens auch für das zweite Hauptprodukt der Speisekarte, den Hot Dog. Die darin enthaltene Wurst wird von Lieferant Mandel eigens für Hampe und Schmidt nach deren eigenen Rezept hergestellt. Allerdings, so Schmidt, liege die Zahl der verkauften Hot Dogs noch deutlich hinter den Burgern zurück, was er sich damit erklärt, dass dem Hot Dog in hiesigen Landen allgemein noch nicht die Anerkennung widerfahren sei, die er verdient habe.

Zweites Bulldog bei L&T

Noch im April werden Schmidt und Hampe das zweite Lokal eröffnen. Mit etwa 90 Sitzplätzen wird die Bulldog-Filiale in der L&T-Markthalle nahezu doppelt so groß sein wie die Zentrale an der Pagenstecher Straße. In beiden Häusern ergänzt übrigens eine umfangreiche Cocktailkarte das Angebot. Längeres Verweilen im Hause Bulldog ist also durchaus erwünscht. Das wird in der Markthalle auch kein Problem sein, da das Restaurant hier über einen separaten Eingang verfügt, der Öffnungszeiten ermöglicht, die über die der Markthalle hinausgehen.

Keine weitere Expansion

Griesert zeigte sich beeindruckt vom unternehmerischen Elan der beiden Herren, was ihn dann auch gleich zur Frage nach weiteren Expansionsüberlegungen zum Beispiel mittels einer Franchiseschiene brachte. An dieser Stelle allerdings drückten Hampe und Schmidt auf die Bremse. Der zweite Standort in der Innenstadt sei schon überraschend auf sie zugekommen. Zu schnelles Wachstum sei nicht immer positiv. „Wir wollen jetzt erst einmal die beiden Standorte entwickeln. Dann sehen wir weiter.“