Osnabrücker Schülerprojekt Abiturienten erinnern an Opfer des Ersten Weltkriegs

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Abschluss eines besonderen Projektes: Abiturienten des Stauffenberg-Gymnasiums gedachten zusammen mit Vertretern des Volksbundes Kriegsgräberfürsorge der Opfer des Ersten Weltkriegs, die auf dem Johannisfriedhof bestattet wurden. Foto: Toni WalzAbschluss eines besonderen Projektes: Abiturienten des Stauffenberg-Gymnasiums gedachten zusammen mit Vertretern des Volksbundes Kriegsgräberfürsorge der Opfer des Ersten Weltkriegs, die auf dem Johannisfriedhof bestattet wurden. Foto: Toni Walz

pm Osnabrück. Abiturienten des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums in Osnabrück haben die Schicksale junger Menschen erforscht, die im Ersten Weltkrieg starben und auf dem Johannisfriedhof bestattet wurden.

„Adolf Kompott - Wer bist du? Wir haben uns nach dir und vielen anderen auf die Suche gemacht. Aus euren Namen wollten wir Geschichten machen.“ So heißt es in der Einleitung eines Heftes, verfasst von Schülern des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums. Nach zwei Jahren vielfältiger Recherchearbeit und Konzeption des Heftes stellten sie im Beisein von Bürgermeisterin Birgit Strangmann und Vertretern des Volksbunds Deutscher Kriegsgräberfürsorge auf dem Gräberfeld des Johannisfriedhofs die Ergebnisse ihres Projekts vor. Das Begleitheft soll es kommenden Schülergenerationen ermöglichen, eigenständig das Gräberfeld auf dem Johannisfriedhof zu erkunden und einen Einblick in die Geschichte des Ersten Weltkriegs zu bekommen. Hierfür haben die Abiturienten im Niedersächsischen Landesarchiv Quellen gesichtet, aufbereitet und zu einem Heft zusammengestellt.

In einer Feierstunde würdigte Birgit Strangmann die engagierte Arbeit der Schüler und gedachte gemeinsam mit den Zuhörern der teils erst 16 Jahre alten Verstorbenen des Ersten Weltkriegs. Im Anschluss wurden die Arbeitsergebnisse an Stellwänden am Gräberfeld den Besuchern präsentiert. Mithilfe von Grafiken, Bildern und kreativen Arbeitsaufträgen können zukünftige Schüler die Geschichten hinter den Grabsteinen entdecken.

Knapp 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs pflanzten zum Abschluss der Veranstaltung die Abiturienten zu den Klängen von John Lennons „Imagine“ die Blume „Gedenkemein“. „Jedem von uns sind einzelne Schicksale besonders in Erinnerung geblieben, diesen und allen anderen Gefallenen wollen wir gedenken“, sagte die Schülerin Chantal Koller, die die Veranstaltung moderierte.

Positiver Nebeneffekt des Projekts ist das neue Engagement des Reservistenverbands, der zukünftig bei der Grabpflege behilflich sein wird. Der Reservistenverband hatte bereits im Sommer 2017 die Schülerinnen und Schüler bei einem Projekttag, an dem Grabsteine gesäubert, Unkraut entfernt und neue Pflanzen gesetzt wurden, unterstützt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN