Kritik an Kraftwerksbeteiligung Osnabrücker Umweltverbände nehmen nicht am Klimagipfel teil

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Die Beteiligung der Osnabrücker Stadtwerke am Kohlekraftwerk in Lünen ist weiterhin ein Zankapfel mit den Naturschutzverbänden. Foto: dpaDie Beteiligung der Osnabrücker Stadtwerke am Kohlekraftwerk in Lünen ist weiterhin ein Zankapfel mit den Naturschutzverbänden. Foto: dpa

Osnabrück. Das Umweltforum Osnabrücker Land hat seine Beteiligung am regionalen Klimagipfel 2018 abgesagt – wegen der Beteiligung der Stadtwerke am Kohlekraftwerk Lünen.

Als „reine Alibiveranstaltung“ bezeichnet Andreas Peters, der 1. Vorsitzende des Umweltforums, den 5. Regionalen Klimagipfel, der am 16. Mai auf dem Campus der Hochschule stattfindet. Das Umweltforum, das als Dachverband für den Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland in Osnabrück (BUND); den Naturschutzverband Osnabrück (NABU) und den Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) fungiert, habe Oberbürgermeister Wolfgang Griesert in einem offenen Brief abgesagt.

In einer Pressemitteilung heißt es dazu: „Durch den Beschluss mit einer Beteiligung am Kohlekraftwerk Lünen erneut massiv in die Kohlekraft zu investieren, haben sich Ratsmehrheit und Stadtwerke nun endgültig aus jeder glaubwürdigen Klimaschutzpolitik verabschiedet.“

Offensichtlich hätten die Stadt Osnabrück und mit ihr ihre Stadtwerke „immer noch nicht aus ihren Fehlern der Vergangenheit mit der Beteiligung am Kohlekraftwerk Gekko-Hamm gelernt“. Das 2011 abgegebene Versprechen: „Wenn Investition in Erzeugungsanlagen, dann nur noch regenerativ“, sei gebrochen worden, so Peters.

Weiter heißt es in dem offenen Brief, die Osnabrücker Umweltverbände stünden nach wie vor nicht für ein „Greenwashing derart unverant-wortlichen politischen Handelns“ zur Verfügung. Vielmehr frage man sich, wie man dem mündigen Bürger solches Handeln erklären möchte. Über Umweltbildungsangebote sollten hier die Menschen durch die geplante Veranstaltung für klimafreundliches Verhalten sensibilisiert werden, und die Verantwortlichen machten – statt mit gutem Beispiel voranzugehen – genau das Gegenteil.


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