Motor gegen Muskelkraft Osnabrücker Fahrradpolizist hängt sich an Rollerfahrer

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Das ist mal ambitioniert und hartnäckig gewesen: Ein Beamter der Osnabrücker Polizei hat einen Rollerfahrer mit seinem Mountainbike verfolgt, weil sein Gefährt kein gültiges Versicherungskennzeichen besaß. Der Rollerfahrer fühlte sich motorisiert vermutlich recht siegessicher und gab Gas, letztlich zog er den Kürzeren. Symbolfoto: David EbenerDas ist mal ambitioniert und hartnäckig gewesen: Ein Beamter der Osnabrücker Polizei hat einen Rollerfahrer mit seinem Mountainbike verfolgt, weil sein Gefährt kein gültiges Versicherungskennzeichen besaß. Der Rollerfahrer fühlte sich motorisiert vermutlich recht siegessicher und gab Gas, letztlich zog er den Kürzeren. Symbolfoto: David Ebener

Osnabrück. Das ist mal ambitioniert und hartnäckig gewesen: Ein Beamter der Osnabrücker Polizei hat einen Rollerfahrer mit seinem Mountainbike verfolgt, weil dessen Gefährt kein gültiges Versicherungskennzeichen besaß. Der Rollerfahrer fühlte sich motorisiert vermutlich recht siegessicher und gab Gas. Er sollte sich irren.

Am Freitagnachmittag gegen 16 Uhr fiel dem Fahrradpolizisten der Roller ohne gültiges Versicherungskennzeichen an der Liebigstraße auf. Der Rollerfahrer war ihm auf Höhe der Einmündung zur Krehlingstraße entgegengekommen.

Fahrradpolizist nimmt Verfolgung auf

Motor gegen Muskelkraft – der Beamte scheute die Herausforderung nicht, dreht um und nahm die Verfolgung auf. Als der Rollerfahrer seinen Verfolger bemerkte, beschleunigte er, überfuhr rote Ampeln und Verkehrsschilder.

Der Fahrradpolizist blieb trotz des ungleichen Kampfes an dem Rollerfahrer dran und verfolgte ihn über die Bohmter und Alte Poststraße, die Wittekind- und Karlstraße zum Erich-Maria-Remarque-Ring. „Der Fahrradpolizist immer hinterher“, schreibt die Polizei in einer Mitteilung.

Beamter stellt Rollerfahrer

In Höhe der Bushaltestelle Nonnenpfad gelang es dem Radler tatsächlich, den Rollerfahrer zu stellen. Andere Beamten eilten dem Mountainbiker zu Hilfe und unterstützen ihn bei der Festnahme des Rollerfahrers.

Der Rollerfahrer war den Beamten nicht unbekannt. Ihm fehlte nicht nur das gültige Versicherungskennzeichen, sondern auch ein Führerschein, den er bei der gefahrenen Geschwindigkeit benötigt hätte. Damit nicht genug: Zudem hatte der junge Mann Drogen konsumiert, sodass er sich wohl auch noch wegen Fahren unter Drogeneinflusses verantworten muss.

Strafrechtlich irrelevant, aber durchaus interessant zu wissen wäre, wie der Rollerfahrer seinen Freunden seine Niederlage gegen einen Radfahrer erklärt.


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