Ein halbes Jahr später Gefährlicher Spielplatz in Osnabrück ist immer noch Baustelle

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Osnabrück. Im Oktober vergangenen Jahres berichtete unsere Redaktion erstmals über einen Spielplatz im Osnabrücker Stadtteil Dodesheide, der sich in einem desolaten Zustand befand. Seinerzeit versprach der Eigentümer, schnell zu modernisieren – doch geschehen ist bisher wenig.

Vor rund einem halben Jahr hatten sich besorgte Eltern an unsere Redaktion gewandt: Auf einem Spielplatz am Dodeshausweg lauerten etliche Gefahren für die Gesundheit der dort spielenden Kinder. Aus der Umzäunung hatte sich ein Dutzend Latten gelöst und aus einigen Brettern standen rostige Nägel hervor.

Am großen Spielgerät fehlten mit Ausnahme der obersten sämtliche Sprossen und aus dem Geländer ragten Nägel. Im Dach klafften zwei große Löcher, Bodenplatten lagen wild verstreut auf der Spielfläche. Komplettiert wurde das Bild von überquellenden Mülleimern.

Seit sechs Monaten ein Loch

Anwohner des Quartiers in der Dodesheide hielten dem Eigentümer – dem börsennotierten Wohnungsunternehmen Vonovia – vor, sich nicht um die Beseitigung der Gefahrenquellen zu kümmern. Als unsere Redaktion mit der unternehmenseigenen Pressestelle Kontakt aufnahm, ging auf einmal alles ganz schnell: Auf Anfrage hieß es damals, der Spielplatz sei bereits gesperrt, neue Geräte seien bestellt und die alten Spielgeräte würden umgehend abgebaut.

Hier kommst du nicht rein: Der Spielplatz am Dodeshausweg ist immer noch nicht fertig. Seit Oktober fristet der Ort ein kümmerliches Dasein. Foto: David Ebener

Ein halbes Jahr später hat sich an diesem Zustand allerdings wenig geändert: Zwar ist das morsche Spielgerät in der Tat schnell abgebaut worden, an seiner Stelle klafft seit nunmehr knapp sechs Monaten ein Loch, das durch einen Bauzaun abgesperrt ist. Der Spielplatz ist zudem nicht begehbar, der Zugang ist durch Flatterband und Kordeln versperrt. Letzte flicken auch den Zaun, der nur noch ein Schatten seiner selbst ist.

Jetzt soll alles ganz schnell gehen

Nach Angaben von Vonovia-Sprecherin Bettina Benner soll jetzt aber wirklich alles ganz schnell gehen. „In den nächsten Tagen ist ein nochmaliger Begehungstermin geplant. Danach beginnen zügig die Modernisierungsarbeiten“, so die Sprecherin.

Und warum wurde nicht schon im Oktober damit begonnen? Benner gibt an, dass erst Modernisierungsarbeiten im Viertel vorgenommen wurden. Jetzt seien das Wohnumfeld und auch der Spielplatz an der Reihe. Zudem habe der Winter einen Beginn der Spielplatzarbeiten verschoben. Eine Anzeige gegen Unbekannt wegen Vandalismus sei übrigens ins Leere gelaufen. Die Vonovia, der ein Großteil der Wohnungen im Quartier am Limberg gehört, will nach eigenen Angaben in den kommenden Jahren rund 15 Millionen Euro in das Viertel investieren.

Schwacher Trost für Kinder

Für die Kinder aus dem Quartier ist das zum jetzigen Zeitpunkt ein schwacher Trost. „Es ist wirklich sehr schade, da es für die Kinder der Siedlung ein Treffpunkt war. Es war immer jemand zum Spielen dort. Wir vermissen den Spielplatz alle sehr“, schreibt eine Mutter in einer Mitteilung an unsere Redaktion.


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