Verspätungen in Niedersachsen Darum ist die Zugverbindung Osnabrück-Bremerhaven so unpünktlich

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Die Zugverbindung zwischen Osnabrück und Bremerhaven gehört zu den unpünktlichsten in Niedersachsen. Archivfoto: dpaDie Zugverbindung zwischen Osnabrück und Bremerhaven gehört zu den unpünktlichsten in Niedersachsen. Archivfoto: dpa

Osnabrück. Die Zugverbindung zwischen Osnabrück und Bremerhaven gehört zu den unpünktlichsten in Niedersachsen. Wir haben einmal nachgefragt, warum das so ist.

Das Regionalexpress-Kreuz Bremen/Niedersachsen ist auch 2017 wieder das Sorgenkind der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG). Auf den Strecken Osnabrück – Bremen – Bremerhaven und Hannover – Bremen – Norddeich fuhren die Züge der DB Regio nur zu 86,8 Prozent pünktlich in die Bahnhöfe ein. Damit verbesserte sich die Quote im Vergleich zum Vorjahr zwar um 0,2 Prozent, ist Niedersachsenweit allerdings immer noch die schlechteste, so Pressesprecher Rainer Peters. In Niedersachsen liegt die Quote bei 92,2 Prozent.

Die LNVG ist eine Tochter des Landes Niedersachsens und für die Koordination und Planung des Nahverkehrs zuständig. Nach ihren Richtlinien gilt ein Zug als verspätet, wenn er später als fünf Minuten nach Plan im Bahnhof eingetroffen ist.

Warum sind die Züge unpünktlich?

Die Gründe für die Unpünktlichkeit der Regionalexpresse zwischen Osnabrück – Bremerhaven sind unterschiedlich: Zum einen muss sich die DB-Regio die Trassen mit dem schnellen Fernverkehr teilen – und dieser ist vorfahrtsberechtigt. Dazu kamen baustellenbedingt eine Reihe von Langsamfahrstellen, die die Zuverlässigkeit des Fahrplans und die Geduld der Fahrgäste häufig strapazierten. Ein weiterer Grund sind Stürme – und schwächer motorisierte Lokomotiven.

Während einige Gründe für Verspätungen und Ausfälle nicht in der Einflusssphäre der Bahnunternehmen liegen, stellt sich die Frage, warum auf der Strecke schwächer motorisierte Lokomotiven eingesetzt werden. „Im Regelfall fahren natürlich die entsprechenden Loks. Es kann natürlich im Einzelfall bei einer Störung vorkommen, dass eine Ersatzlok eingesetzt werden muss“, erklärt eine Bahnsprecherin auf unsere Anfrage hin. Und weiter: „Wenn ein Nahverkehrszug einen ganzen Tag mit einer schwächeren Lok unterwegs ist, ziehen sich Verspätungen über den ganzen Tag hin.“

Ob es 2017 im Regionalexpress-Kreuz Bremen/Niedersachsen mehr Störungen als in anderen Teilen Niedersachsens gab, die den Einsatz von Ersatzloks verstärkten, kann sie nicht beantworten.


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