Konzert im Rosenhof Entspannter Abend: Heimspiel für Tommy Schneller

Von Robert Schäfer

Gang durchs Publikum: Tommy Schneller im Rosenhof. Foto: Swaantje HehmannGang durchs Publikum: Tommy Schneller im Rosenhof. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Am Freitagabend war die Tommy Schneller Band wieder einmal im Rosenhof zu Gast. Für den Osnabrücker Saxofonisten, Sänger und Bandleader war es ein entspannter Abend unter Freunden.

Familiäre Atmosphäre im Rosenhof – und das nicht nur, weil Bandleader, Sänger und Saxofonist Tommy Schneller Osnabrücker ist und viele seiner Fans persönlich kennt. Nur wenige Musikfreunde fanden am Freitagabend den Weg in die Südstadt. Vielleicht lag es am ersten schönen Frühlingstag, vielleicht kennen die Osnabrücker „ihren“ Tommy Schneller auch mittlerweile einfach schon zu gut.

Musikalisch Neues hatte er nicht im Angebot. Daran arbeite er aber, versprach Schneller seinen Fans. Die neue Platte soll im kommenden Jahr fertig sein. So mussten die Zuhörer mit Songs seiner bisherigen Scheiben vorliebnehmen.

Blues, Funk, Soul und Pop fusioniert Schneller zu einer explosiven Mischung, die den Fans in die Beine fährt. Schlagzeug, Bass, Gitarre, Keyboard, Posaune und Trompete unterstützen den Meister an Saxofon und Mikrofon. Und seine größtenteils neu zusammengestellte Band stand auch im Rosenhof als geschlossene Einheit hinter dem Mann am Mikrofon. Gleichzeitig schafften sie es, als Solisten immer wieder Szenenapplaus zu bekommen. Überhaupt gibt Schneller seinen Musikern bewusst viel Raum im Sound der Band, die seinen Namen trägt. Das Ergebnis sind Songs, die immer wieder lange Solo- und Improvisationspassagen beinhalten. So etwas funktioniert nur mit einer perfekt eingespielten Band – und die hat Schneller. Gleichzeitig ermöglicht sie dem Leader zu glänzen. Tommy Schneller hat in seiner Band nicht nur wörtlich gesehen den Hut auf.

Ein Problem mit Konzerten in seiner Heimatstadt hatte Schneller allerdings schon zu Anfang selbst erkannt. „Standardansagen funktionieren zu Hause nicht“, resümierte er. Die üblichen kleinen Geschichten zu den Songs kenne hier ja schon jeder. Dabei hat Schneller durchaus einiges zu erzählen.

Er singt von Liebe, sehr viel Liebe. So spielt er gern den „Blues for the ladies“ bei den Damen im Publikum. Die moderne Technik spielt dem Entertainer in die Hände. Dank Funkmikros kann man Teile der Band von Zeit zu Zeit auch mal auf die Tanzfläche verlegen. Zwei Stunden lang sorgten Tommy Schneller und seine Band so für Stimmung. Spaß hat es den Besuchern und Musikern sichtlich gleichermaßen gemacht.