Autos, Akkus, Haus Osnabrücker Energiemesse wirbt für E-Mobilität

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Osnabrück. Elektromobilität, Energiespeicher, Haustechnik: Die 14. Osnabrücker Energiemesse bot ihren Besuchern am Wochenende Einblicke in Entwicklungen, Dienstleistungen und Produkte rund um die zeitgenössische Energietechnik.

Schwerpunkt der diesjährigen Messe war die E-Mobilität. Das Interesse sei in letzter Zeit noch einmal stark gestiegen, so Christina Strößner vom Veranstalter Public Entertainment, auch wegen der Diskussion über ein Dieselfahrverbot. „Vieles dreht sich um die Frage: Wie mobil bin ich in Zukunft?“ Unter anderem dabei: die Stadtwerke mit ihrer E-Ladebox zum besseren Laden von Elektroautos zu Hause, Autohersteller Tesla und das Ignition Racing Team der Hochschule Osnabrück, das mit großem Erfolg E-Rennwagen konstruiert.

Die Priorität auf Mobilität spiegelte sich auch in den Fachvorträgen wider, die an beiden Tagen stattfanden. Die befassten sich etwa mit den Themen „Elektromobilität in Osnabrück und der Region“ und „Elektroauto als Zweitwagen“.

Salzwasser statt Lithium

Bei sauberen Methoden zur Energiespeicherung ist komplizierte Technik nicht zwangsläufig die erste Wahl. Sergej Klassen und Eduard Lomp von SKS SPS-Technik präsentierten den Salzwasserstromspeicher Greenrock. „Der braucht mehr Platz als ein Lithium-Ionen-Speicher, ist dafür aber sicher, weil nicht brennbar oder explosiv“, so Eduard Lomp. Die Herstellung der auch in E-Autos gebräuchlichen Lithium-Ionen-Speicher bringt zudem erhebliche Umweltbelastungen mit sich durch den hohen Energieaufwand und die Bereitstellung der Rohstoffe Lithium, Kobalt, Nickel und Mangan. Der Salzwasserspeicher Greenrock ist zwar als Auto-Akku weder konzipiert noch geeignet – zu groß, zu schwer. Er sei aber wegen seiner Sicherheit und Wartungsfreiheit eine gute Lösung, um den Überschuss der heimischen Photovoltaik-Anlage zu speichern, so Eduard Lomp. Weitere Themen rund ums Haus: Wärmedämmung, Heizen mit Holz und Pellets, Wärmepumpen und mehr.

Leises Bike

Ein Problem von E-Fahrzeugen, für das es noch keine zufriedenstellende Antwort gibt, ist die geringe Reichweite im Vergleich zu Verbrennern. Aber es gibt auch klare Vorteile: Ein E-Antrieb ist leiser als der leiseste Verbrennungsmotor.

Rainer Lahmann-Lammert ist Besitzer eines Elektromotorrads Modell Zero SR und hatte einen Platz nah am Eingang zum Gelände, um das Zweirad aufzustellen. Motorradpower ohne Lärm: „Ich bin schon gefragt worden, ob ich den Auspuff manipuliert habe, weil die Maschine so leise ist. Habe ich nicht. Es gibt keinen Auspuff.“ Anwohner der befahrenen Strecken seien dankbar– für Freunde brüllender Fehlzündungen ist das leise Motorrad dagegen keine Alternative.


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