Blues aus dem hohen Norden Patrik Jansson Band machte im Blue Note Station

Von Tom Bullmann

Konzert von Patrick Jansson und Band im Blue Note des Cinema-Arthouse. Foto: André HavergoKonzert von Patrick Jansson und Band im Blue Note des Cinema-Arthouse. Foto: André Havergo

Osnabrück. Solides Handwerk lieferte die Patrik Jansson Band im Blue Note. Das schwedische Quartett würzte den Blues mit Rock, Funk und Countryeinflüssen.

Da muss ein Musiker mit seiner Band aus Schweden kommen, damit der Osnabrücker merkt, wie sehr er hier mit gutem Blues verwöhnt wird. Patrik Jansson heißt der Gitarrist, Sänger und Komponist, der mit seiner Band im Blue Note aufschlug, um einen durchaus guten Eindruck zu hinterlassen. Aber hiesige Bands wie die Blues Company oder die von Tommy Schneller, Kai Strauss oder auch Jimmy Reiter punkten qualitativ mindestens ebenso gut, wenn nicht besser. Gerade was die Stimme des schwedischen Bandleaders angeht, sind hier einige Kollegen weitaus besser aufgestellt.

Blues in verschiedenen Varianten steht auf dem Programm der Patrik Jansson Band. Mal würzt das Quartett das Zwölftaktgeschehen mit einer gehörigen Portion Rock und erinnert so an Koryphäen wie Stevie Ray Vaughan, mal schimmert ein bisschen Country-Feeling durch, dann lässt eine funkige Gitarre Tanzlaune aufkommen oder man geht im Gedenken an B. B. oder Freddie King zurück zu den Wurzeln.

Ein auf den Punkt gespieltes Schlagzeug, ein grooviger Bass und ein besonders eindrucksvoll bearbeitetes Nord C2D-Keyboard als Hammond-Ersatz lassen Janssons Songs aufblühen, derweil der Bandleader selbst einfühlsam die Saiten seiner E-Gitarre zum Klingen bringt. Aber, wie gesagt: Aufgrund der Qualität unsere eigenen Bands gerät das Gebotene zum Standard.